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Zuletzt geändert: 12.07.07

 

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Partnerstädte: Wirtschaftspower in Krasnodar gefragt
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OB Heinz Fenrich will im Oktober Vereinbarungen unterzeichnen

(cal) Die wirtschaftliche und kommunale Zusammenarbeit will
die Stadt Karlsruhe im 15. Jahr ihrer Freundschaft und im
zehnten Jahr der Partnerschaft mit ihrer südrussischen
Partnerstadt Krasnodar intensivieren. EB Siegfried König hat
Anfang Juni in Krasnodar ebenso wie letzte Woche mit einer
russischen Wirtschaftsdelegation in Karlsruhe das weitere
Vorgehen auf ökonomischen und medizinischem Gebiet sowie
zwischen den Kommunalbetrieben abgestimmt.

Konkrete Vereinbarungen unterzeichnen Oberbürgermeister Heinz
Fenrich im September und im Gegenzug sein russischer Kollege
Vladimir Evlanov im Oktober. Im Gespräch sind beispielsweise
die Zusammenarbeit oder Unterstützung bei der Zusammenfassung
der dortigen Kommunalbetriebe zu einem Verbundsystem nach dem
Vorbild der Karlsruher KVVH, bei der Abrechnung von Energie
oder beim Austausch von Fachkräften sowie Beratung beim im
Krasnodar beabsichtigten Bau einer Dampfturbinenanlage, bei
der Erarbeitung eines Konzepts zur Sanierung der Krasnodarer
Mülldeponie und der Entnahme von Eisen aus Wasser. In den
Kliniken soll es gegenseitige Hospitationen von
Pflegepersonal und Ärzten geben. Gewünscht wird auch eine
Zusammenarbeit von landwirtschaftlichen Forschungsinstituten.

Bei einem vom 20. bis 23. September stattfindenden
Wirtschaftsforum in Sotchi wollen die Russen, die für den
Ferienort am Schwarzen Meer gerade den Zuschlag für die
Winterolympiade 2014 erhalten haben, deutsche Investoren für
die nun dort drängenden Planungs- und Bauaufgaben gewinnen.
Außerdem wollen sie Firmen für Engagements und sogar für eine
dauerhafte Ansiedlung in Krasnodar interessieren.

Gebaut werden hier unter anderem neue Wohnungen für 120.000
Menschen. Zudem ermöglicht eine 500 Hektar große
Freihandelszone wirtschaftliche Kreativität. Auf der Offerta
ist Krasnodar vom 27. Oktober bis 4. November mit einem 450
Quadratmeter großen Stand vertreten - unter anderem werden in
der Partnerstadt Solarzellen pro-duziert - und lädt
Karlsruher Unternehmen zu einem Wirtschaftsforum ein. In
Krasno-dar kümmert sich nun um diese Wirtschaftsbeziehungen
ein eigenes internationales Wirtschaftsdepartement.

Bei der IX. Deutsch-Russischen Städtepartnerschaftskonferenz
am 15. Juni in Ham-burg ist darüber hinaus das
Qualifizierungsprogramm für Bauhandwerker mit dem Preis der
Robert-Bosch-Stiftung für deutsch-russisches Bürgerengagement
ausge-zeichnet worden. Bei der Realisierung der dreimonatigen
Fortbildung für Gas- und Wasserinstallateure mit
Sprachkursen, theoretischer, fachlicher und praktischer
Aus-bildung war der Freundeskreis Karlsruhe-Krasnodar
maßgeblich beteiligt.

Bereits im Juli bereiten Fachleute die vom 24. bis 30.
September in Krasnodar mit Unterstützung der deutschen
Botschaft geplanten "Deutschen Tage" vor. Gebucht ist schon
ein Konzert mit dem Kammerorchester der Universität.

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