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Kaiser-Wilhelm I.-Denkmal

Lebenslauf: Kaiser Wilhelm I.



Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen

1861 - 1888  König von Preußen

1871 - 1888  Deutscher Kaiser

Am 22. März 1797  als zweiter Sohn von Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Augusta Wilhelmine Amalie Luise von Mecklenburg-Strelitz in Berlin geboren.

1814/15  Teilnahme an den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Fremdherrschaft.

1829  Heirat mit Marie Luise Augusta Catharine von Sachsen-Weimar-Eisenach.

1841  erhielt er den Titel "Prinz von Preußen".

1848  Während der Märzrevolution trat er für die militärische Niederwerfung der Revolution ein. Irrtümlich für den Artillerieeinsatz gegen Berliner Barrikaden am 18. März 1848 verantwortlich gemacht, erhielt er die Bezeichnung "Kartätschenprinz". Sein hartes Vorgehen zwang ihn zur Flucht nach England, wo er sich einige Monate aufhalten musste, bis sich die Wogen geglättet hatten.

1848  Wahl in die preußische Nationalversammlung.

1849  leitete er die Niederschlagung des badischen und pfälzischen Aufstandes zur Durchsetzung der Deutschen Reichsverfassung.

1849-54  Generalgouverneur in der Provinz Rheinland und Westfalen.

Politisch wandte er sich unter dem Einfluss seiner Frau Marie Luise zunehmend dem Liberalismus zu und geriet deshalb immer mehr in Konflikt zu der konservativen Regierung seines Bruders.

Am 26. Oktober 1858  übernahm er nach der geistigen Erkrankung seines Bruders die Regentschaft und bildete das Kabinett zugunsten der Liberalen um.

Am 2. Januar 1861  besteigt er als König Wilhelm I. den preußischen Thron. Über die Heeresreform geriet er mit der Landtagsmehrheit in Konflikte. Als sich die Problematik zuspitzte und sich zu einem Verfassungskonflikt in Preußen ausweitete, gedachte Wilhelm I. zugunsten seines Sohnes Friedrich abzudanken.

1862  berief er Bismarck zum Ministerpräsidenten von Preußen und ließ sich im wesentlichen von ihm lenken.

Oberbefehl über die preußische Armee im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 und im Deutschen Krieg vom 1866, die von Kriegsminister Albrecht von Roon und Generalstabschef Helmuth von Moltke geführt wird.

1871  Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg wird König Wilhelm I. am 18. Januar im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Sein Beharren auf dem Legitimitätsprinzip, d. h. der Zustimmung aller Bundesfürsten zur Kaiserkrönung, und seine um Kooperation mit den deutschen Fürstenhäusern bemühte Politik nach der Reichseinigung beförderten wesentlich die Integration der deutschen Einzelstaaten in das neugeschaffene Deutsche Reich und die Festigung der monarchistischen Staatsidee.

11. Mai 1878  Revolverattentat auf Kaiser Wilhelm I. durch den Gelegenheitsarbeiter Emil Max Hödel Unter den Linden in Berlin. Beide Kugeln verfehlen ihr Ziel, der 81 jährige Kaiser blieb unverletzt. Da der Attentäter sozialdemokratischen Kreisen nahe steht, nimmt Bismarck das Attentat zum Anlass und fordert, die Sozialdemokraten zu verbieten. Emil Max Hödel wird später zum Tode verurteilt und hingerichtet.

2. Juni 1878  Karl Eduard Nobiling verübt auf den 81jährigen Kaiser Wilhelm I. mit Schüssen aus einer Schrotflinte ein Attentat, wobei der Kaiser diesmal verletzt wird. Passanten überwältigten Nobiling, der versucht sich selbst zu erschießen. Nobiling erliegt später seinen Verletzungen, bevor ihm der Prozess gemacht werden kann. Bismarck bringt nunmehr sein Sozialistengesetz im Reichstag durch.

Wilhelm I. fördert besonders die Integration der einzelnen deutschen Staaten im deutschen Reich und festigte so die Monarchie im Innern.

Am 9. März 1888  stirbt Wilhelm I. im Alter von 91 Jahren. Seine Grabstätte befindet sich bis heute im Mausoleum im Charlottenburger Schlosspark. Ihm folgt sein 57jähriger Sohn Friedrich III.

(Quelle: www.deutsche-schutzgebiete.de/kaiser_wilhelm_1.htm)

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Prinz Wilhelm von Preußen 1849
(Bild: Wehrgeschichtliches
Museum Rastatt)
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Augusta von Sachsen-Weimar
und Wilhelm von Preußen 1854
(Bild: Stadtarchiv Karlsruhe)
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Kaiser Wilhelm I 1888
(Bild: Stadtarchiv Karlsruhe)
 
 


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