Reger-Werk-Ausgabe
Max Reger, der international vor allem durch sein Orgelschaffen bekannt wurde, leistete ebenso viel Bedeutendes als Komponist von Kammermusik, Liedern und anderen Vokalwerken, Orchester- und Klaviermusik. Entsprechend seiner Zeit gehörten Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten ebenfalls zu seinem Schaffensfeld. Das Reger-Werk-Verzeichnis (RWV) betrachtet erstmals ausführlich sowohl die Originalkompositionen als auch die Bearbeitungen und die aufführungspraktischen Ausgaben Regers, die zu seinen Lebzeiten bei nicht weniger als 52 Originalverlagen erschienen, mit denen er teils intensiv, teils punktuell zusammenarbeitete.
Bereits in den 1950er-Jahren begannen der Verlag Breitkopf & Härtel mit Unterstützung des neu gegründeten Max-Reger-Instituts eine Gesamtausgabe, die die verstreuten Werke (sowie einige unveröffentlichte Sätze) zusammenführen sollte. Ohne öffentliche Förderung konnte dieser gemeinsame Kraftakt allerdings nicht in eine Ausgabe münden, die den mittlerweile (oder auch nur den damals) üblichen wissenschaftlichen Ansprüchen an eine Gesamtausgabe entspricht; die Werkgruppe der Bearbeitungen fehlt vollständig, andere Werkgruppen wurden teilweise in einem nur als entstellend zu bezeichnenden Notentext vorgelegt. Auf durchgängige Editionsrichtlinien musste seinerzeit ebenso verzichtet werden wie auf detaillierte kritische Berichte und Quellenbeschreibungen.
Als besonders dringlich widmet sich die RWA deshalb drei Werkgruppen:
- Orgelwerke (7 Bände)
- Lieder und Chöre (10 Bände)
- Bearbeitungen (11 Bände)
Jeder Band wird zugleich in traditioneller Form als gedruckter, edierter Notentext vorgelegt und mit einer begleitenden DVD-ROM versehen werden. Letztere bietet sowohl Lesarten und abweichende Fassungen in edierter Form als auch Digitalisierungen der Quellen – mit entsprechenden Vergleichsangeboten – sowie weiteres spezifisches Informationsmaterial zu den vorgelegten Werken.
Die Werkausgabe erfolgt seit Anfang 2008 am Max-Reger-Institut, Karlsruhe, im Rahmen des so genannten Akademienprogramms und wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur gefördert. Als Kooperationspartner des MRI fungiert das Institut für Musikwissenschaft und Musikinformatik der Musikhochschule Karlsruhe.
Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Popp (MRI) und Prof. Dr. Thomas Seedorf (HfM) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas A. Troge (HfM)
Hauptamtliche wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. des. Alexander Becker, Dr. Christopher Grafschmidt, Dr. Stefan König und Dr. Stefanie Steiner
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Katharina Rehn und Frank Zalkow
Email-Kontaktadresse: rwa@max-reger-institut.de
Verlag: Carus-Verlag, Stuttgart

Prof. Dr. Susanne Popp, Projektleitung

Prof. Dr. Thomas Seedorf, Projektleitung







