Anton Steck: Violine
Anton Steck ist in internationalen Fachkreisen bekannt als herausragender
Solist für Barockvioline. Im Bereich der Alten Musik gilt er als ein Interpret,
der hohe technische Perfektion mit ausdrucksstarker Intensität und Leidenschaft
der Darbietung verbindet.
Nach den Studien der modernen Geige in Karlsruhe und der Barockvioline
bei Reinhard Goebel in Amsterdam folgten Engagements als Konzertmeister,
unter anderem bei Musica Antiqua Köln, den Musiciens des Louvres und,
seit 2005, bei Concerto Köln.
Trotz all dieser Aktivitäten als Orchesterleiter liegt sein musikalischer
Schwerpunkt auf der Interpretation virtuoser Geigenliteratur, was er sowohl
auf der Bühne, als auch auf zahlreichen preisgekrönten CD-Einspielungen
(zusammen mit dem Cembalisten Christian Rieger) unter Beweis stellt. Dabei
überschreitet er die Grenzen herkömmlicher Spieltechnik und fordert nicht
nur sich selbst, sondern auch sein Publikum heraus. 2007 produzierte Anton
Steck, zusammen mit Marieke Spaans, eine von der Presse umjubelte
Mozart-Aufnahme, die durch die Verwendung eines originalen Tangentenflügels
zu einem völlig neuen Klangbild von Mozarts Violinsonaten führte.
Als Solist arbeitet Anton Steck mit verschiedenen Orchestern zusammen. Es
entstanden bisher Ersteinspielungen der Violinkonzerte des Mozart-Zeitgenossen
Antonio Rosetti (cpo) und von Antonio Vivaldi („I Concerti di Sfida“
bei NAÏVE Paris).
1996 gründete Anton Steck das Schuppanzigh-Quartett. Neben der großen
Wiener Quartett-Literatur widmet sich das Ensemble auch sehr stark der
Entdeckung bisher unbekannter Kompositionen. Eine Serie von Produktionen
ist dem Bonner Komponisten und Beethoven-Freund Ferdinand Ries
gewidmet, dessen spektakuläres Quartettschaffen bisher völlig unbekannt
geblieben war.
Als Professor für Barockvioline bildet Anton Steck an der Staatlichen Musikhochschule
Trossingen eine neue Generation von jungen Barockmusikern
aus.