Grußwort

Mit Mozart- und Beethoven-Symphonien, einem prächtigen Mozart-Klavierkonzert und klassischer Kammermusik verfolgt die Akademie erneut das Ziel, die Einflüsse der Barockmusik auf späteres kompositorisches Schaffen zu beleuchten.

Die Auseinandersetzung Mozarts mit Händels Musik prägte stark sein Spätwerk. Die Bearbeitung und Aufführung des „Messias“ 1789 durch Mozart löste bei seinem Auftraggeber, Baron van Swieten große Bewunderung aus; er schreibt in einem Brief an Mozart: „Wer Händel so feyerlich und so geschmackvoll kleiden kann, daß er einerseits auch den Modegecken gefällt, und andererseits doch immer in seiner Erhabenheit sich zeiget, der hat seinen Werth gefühlt, der hat ihn verstanden, der ist zu der Quelle des Ausdruckes gelanget und kann und wird sicher daraus schöpfen. So sehe ich dasjenige an, was Sie leisteten …“

Unter dem Aspekt der Historisch informierten Aufführungspraxis will die Akademie einen Bogen schlagen zwischen „Ursprung“ und „eigener Schöpfung“, ohne dabei zum „Modegecken“ zu werden, sie will Bekanntes neu entdecken und gestalten.

Das Symposion wird sich mit Händels Oper „Alessandro“ auseinandersetzen, die im Rahmen der Festspiele neu inszeniert werden wird.

Für die finanzielle Unterstützung durch Stadt, Land, Händel-Gesellschaft und anderen Sponsoren, ohne die die Durchführung der Akademie nicht möglich wäre, sind wir sehr dankbar. Unser Dank gilt auch der Hochschule für Musik Karlsruhe, die der Akademie Infrastruktur und Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Prof. Christine Daxelhofer
Künstlerische Leiterin der Internationalen Händel-Akademie Karlsruhe

Achim Thorwald
Vorsitzender der Internationalen Händel-Akademie Karlsruhe