20. Europäische Kulturtage Karlsruhe

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17.04. - 08.05.2010

Sonntag, 09.05.2010 // 17:00 Uhr


Ungarische Chor- (und Klavier-) Musik des 20. Jahrhunderts

Konzert des Studio Vocale Karlsruhe

Leitung: Werner Pfaff
Klavier: Manfred Kratzer

Programm:
Béla Bartók: Vier slowakische Volkslieder
(1917) für gemischten Chor und Klavier
Zoltán Kodály: „Huszt“ (1936) für Männerchor
Béla Bartók: Klaviermusik
Zoltán Kodály: 2 Gesänge aus dem Zyklus:
„Hegyi éjszakák“ (Gebirgsnächte) (1923,
1955) für Frauenchor (ohne Text, nur Vokalise)
Zoltán Kodály: „Molnár Anna“ (1936) Székler Volksballade für gem. Chor
György Ligeti: „Pápainé“ (1946), (eine Räuberballade) für gem. Chor „Éjszaka“ (Nacht), „Reggel“ (Morgen) (1955) für gem. Chor
György Ligeti: Klaviermusik
Zoltán Kodály: „Árva vagyok“ (1953), (Ich bin eine Waise) für Frauenchor
József Karai: „De profundis“ (1980-82), Psalm 130 für gem. Chor „Estéli Nótázás“ (Abendgesänge) für gem. Chor und Klavier


Das Programm umfasst (mit einer Ausnahme: „De Profundis“ von J. Karai) weltliche Chor- und Klaviermusik des 20. Jahrhunderts von vier der bedeutendsten ungarischen Chorkomponisten: Béla Bartók (1881-1945), Zoltán Kodály (1882-1967), György Ligeti (1923-2006) und József Karai (*1927).

Bartók und Kodály sind die Pioniere auf der Suche nach einer eigenen nationalen Musiksprache, die sie u.a. mit Hilfe der nationalen Folklore gefunden haben. Bartók wie auch Kodály waren begeisterte Sammler von nationalen und internationalen Volksliedern, deren Melodien z. T. wörtlich in ihre Werke einflossen und die auch die Harmonik im modalen Sinne beeinflusst haben. Ligeti und Karai finden bereits eine hochstehende ungarische Chorkultur der beiden Pioniere Bartók und Kodály vor, die sie sowohl mit typischem ungarischem Idiom aber auch unverwechselbar eigener Tonsprache weiterentwickeln. Von Ligeti sind nur Werke ausgewählt, die noch in Ungarn selbst vor seiner Emigration entstanden sind: „Pápainé“, 1946 (eine Räuberballade) und der Zyklus von 1955 „Éjszaka“ (Nacht) und „Reggel“ (Morgen), der keimhaft schon vieles vorwegnimmt, was Ligeti später vor allem in Deutschland musikalisch entwickelt.

Wesentliche Aspekte, die sich wie ein roter
Faden durch das Programm ziehen, sind
· Klage(lieder): in den Chorballaden „Molnár Anna“ von Kodály und „Pápainé“ von Ligeti, dem Frauenchor „Árva vagyok“ von Kodály und „De profundis“ von Karai
· die Suche nach nationaler Identität durch Inspiration von der nationalen Folklore (Verwendung von Volksliedmelodien, Tanzrhythmen, Balladenton)
· Experimentieren mit Klängen und (Klang)Räumen: sowohl in der Klaviermusik von Bartók und Ligeti als auch den Chorstücken: „Hegyi éjszakák“ von Kodály, „Éjszaka“, „Reggel“ von Ligeti und „De profundis“ von Karai, was der Chor mit einer im Raum verteilten Aufstellung verdeutlicht.
Preise: 10 Euro // ermäßigt 8 Euro

Info-Tel.: 0721 1334033

Karten-Tel.: 0721 933333

www.studio-vocale-karlsruhe.deStudio Vocale KarlsruheWerner Pfaff