20. Europäische Kulturtage Karlsruhe

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17.04. - 08.05.2010

Dienstag, 27.04.2010 // 18:00 Uhr
Eröffnung


Georg Lukács: Heidelberger Ästhetik (1912 – 1918)

Öffnungszeiten:
Di, Fr, So 10:00 – 18:00 Uhr
Do 10:00 – 19:00 Uhr
Sa 14:00 – 18:00 Uhr (Sa 1. Mai geöffnet)
Mo und Mi geschlossen


Mehr als fünf Jahre lebte der Philosoph Georg Lukács in Heidelberg. Nach dem Band „Die Seele und die Form“ erarbeitete der Wissenschaftler dort seine bis heute einflussreiche „Theorie des Romans“.

Erstmals werden in der Karlsruher Ausstellung die „Heidelberger Jahre“ und die theoretischen Arbeiten und Anstöße dokumentiert – dabei ergeben sich überraschende Bezüge zu Karlsruhe!

Briefe, Tagebücher, Erstausgaben, Fotos und andere Materialien von Georg Lukács geben einen Einblick in die ästhetischen Diskussionen seiner Zeit. Korrespondenzpartner in Heidelberg waren unter anderem Georg Simmel, Max und Alfred Weber, Ernst Bloch und der Ettlinger Philosoph Leopold Ziegler, dessen Nachlass sich in der Badischen Landesbibliothek befindet.

Georg Hauser, ein Freund Georg Lukács’ in Budapest, betonte in einem Interview die Bedeutung der Heidelberger Zeit für das Werk des ungarischen Literaturwissenschaftlers und Philosophen:

„(...) was Georg Lukács aus Deutschland mitbrachte, und er brachte allerhand wesentliche Einflüsse mit; er hatte Freunde da, (...) Ernst Bloch, den ungemein begabten jungen Philosophen, (...) Emil Lask, der junge Georg Simmel, zu dessen Lieblingsschülern Lukács zählte; (...). Sein großes Talent erkannte schon Simmel – und Lukács brachte die Wirkung von all diesen mit, die ganze geistige soziologisch saturierte Atmosphäre, den Dunstkreis bald von Max Weber, bald von Werner Sombart.“ (Arnold Hauser: Im Gespräch mit Georg Lukács. München 1978, S. 53)
Ausstellung:
27. April bis
8. Juni 2010

Eintritt frei

Info-Tel.: 0721 1334087

www.literaturmuseum.deGeorg Lukács