Freitag, 23.04.2010 // 19:00 Uhr
Eröffnung
Eröffnung
IPUT (Superintendant: Tamás St.Auby) EXIST.ENZMINIMUM ST.ANDARD PROJEKT 1984 W
Invisible History of Exhibitions
Freie Schule für Kunsttheorie und -praxis
Öffnungszeiten:
Di – Fr 11:00 – 19:00 Uhr
Sa – So, Feiertag 11:00 – 17:00 Uhr
Mo geschlossen
Der Badische Kunstverein zeigt in Kooperation mit dem unabhängigen Projektraum tranzit.hu aus Budapest eine gemeinsame Ausstellung und Veranstaltungsreihe. Zeitlich setzt das Kooperationsprojekt in den 1960er Jahren an und führt bis zu politisch und gesellschaftlich relevanten Fragen der Gegenwart.
Im Zentrum der Ausstellung im Obergeschoss des Kunstvereins steht das Projekt IPUT des ungarischen Künstlers Tamás St.Auby, das zum ersten Mal in diesem Umfang in Deutschland präsentiert wird. 1968 gründete St.Auby die „Internationale Parallele Union der Telekommunikation“ (IPUT) als fiktive Organisation parallel zum militärischen Status quo und entwickelte verschiedene Projekte in diesem Kontext.
St.Auby arbeitete in den 1960er Jahren zunächst als Dichter, verfasste „picture poems“ und „concrete poems“ und veranstaltete 1966 das erste ungarische Happening – zusammen mit Gábor Altorjay. Er übersetze und verbreitete wichtige Texte der Fluxus-Bewegung, organisierte Happenings, Aktionen, Aktionstheater und initiierte 1969 das erste Fluxus-Konzert in Ungarn. 1975 wurde St.Auby des Landes verwiesen und verbrachte die meiste Zeit seines Exils in Genf. In der Schweiz intensivierte er unter anderem sein Projekt zum Existenzminimum (Existenzminimum Standard Projekt 1984), das auch in der Ausstellung im Kunstverein eine wichtige Rolle einnimmt. Ein weiteres zentrales Element der Ausstellung ist der Film „Zentaur“ (1973 – 1975), der aufgrund seiner Kritik an den damaligen Arbeits- und Gesellschaftsverhältnissen von der Zensurbehörde verboten wurde und nun erstmals in Deutschland zu sehen ist.
Im Waldstraßensaal präsentiert „Invisible History of Exhibitions“ einen dokumentarischen Auszug aus dem gleichnamigen Ausstellungs- und Symposiumsprojekt von tranzit. hu, das die Ausstellung als Präsentationsformat von Kunst kritisch beleuchtet und im Verhältnis zur Öffentlichkeit untersucht. Im Waldstraßensaal findet auch die „Freie Schule für Kunsttheorie und -praxis“ statt, ein Lern- und Vermittlungsmodell, das von tranzit.hu seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführt und nun auf den Badischen Kunstverein in Karlsruhe übertragen wird. Workshops und Vorlesungen von Theoretikerinnen und Theoretikern sowie Künstlerinnen und Künstlern aus Ungarn vertiefen und erweitern die Themen der Ausstellungen.
Ausstellung:
Fr 23. April 2010 –
So 20. Juni 2010
Preise: 3 Euro // ermäßigt 1,50 Euro // Mitglieder frei
Info-Tel.: 0721 28226
www.badischer-kunstverein.de



Fr 23. April 2010 –
So 20. Juni 2010
Preise: 3 Euro // ermäßigt 1,50 Euro // Mitglieder frei
Info-Tel.: 0721 28226
www.badischer-kunstverein.de







