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Karlsruhe

In Rot ein beiderseits silbern (weiß) eingefaßter goldener (gelber) Schrägbalken, auf dem das Wort FIDELITAS in schwarzen lateinischen Großbuchstaben steht.

Drei Jahre nach der Stadtgründung legte der Obervogt Johann v. Günzer dem Markgrafen am 21. März 1718 einen Wappenentwurf für "dero Residenz Statt Carlsruh" mit der Bitte vor, diese "auch mit einem Wappen zu begnadigen". Dem entsprach der Markgraf bereits drei Tage später, änderte allerdings die vorgeschlagene Farbgestaltung mit dem eigenhändigen Vermerk so ab, daß "das Feld Roth und der Balken orangegelb mit den schwarzen Buchstaben" zu versehen sei. Von diesem ersten Entwurf war bald allerdings nur noch die Inschrift FIDELITAS (lat. Treue) in der vorgesehenen Form vorhanden, die zusammen mit den Farben an den anläßlich der Stadtgründung gestifteten Hausorden der Treue erinnern sollte. Ohne daß sich der genaue Grund noch feststellen läßt, enthält schon das erste nachweisbare Stadtwappen vom 17. August 1733, das von dem "Hoffpitschirstecher" Matheus Christoph Sorberger gestochen worden war, einen Schrägrechtsbalken mit Inschrift statt des vorgesehenen Schräglinksbalkens. Die Bordierung des Schrägbalkens wurde 1887 hinzugefügt. Die im Jahr 1885 gebildete städtische Archivkommission sorgte erst im Jahr 1895 dafür, daß die Farbgestaltung des Karlsruher Wappens entsprechend dem markgräflichen Entwurf korrigiert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Buchstaben silbern, das Schild gold und der Schrägbalken rot.

 
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