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  Tag des offenen Denkmals am 14. September 2003

Rüppurr: Landschaft im Wandel - Die Rüppurrer Wiesen

Führungen: 11.30, 16.30 Uhr (Johannes Niederstrasser, Gerhard Wöhrle) Treffpunkt: Ev. Auferstehungskirche, Lange Str. 28

Landschaft im Wandel - Die Rüppurrer Wiesen

Die Rüppurrer Wiesen

Westlich von Rüppurr erstreckt sich ein landschaftlicher Freiraum, der im Süden von der Autobahn und im Norden von den Stadtteilen "Weiherfeld" und "Dammerstock" begrenzt wird. Westlich rahmen die Wälder des "Südlichen Hardtwaldes" und der "Forstlach" und östlich die Alb sowie die Sied-lungsflächen von Rüppurr diesen Raum ein. Er ist Teil eines früher wesentlich ausgedehnteren Wiesengürtels, der sich von Rüppurr bis zum Oberwald und (noch früher) weiter nach Durlach erstreckte. Er markiert den Verlauf eines Teils der sog. "Kinzig-Murg-Rinne", jenes eiszeitlichen Flusssystems, das sich entlang des östlichen Rheingrabenrandes erstreckte und Gebiete wie z.B. das heutige Naturschutzgebiet "Weingartener Moor" entstehen ließ. Durch Überbauungen und Kultivierungen sind heute weite Teile dieser ehemaligen Flusslandschaft zerstört oder verändert. Immerhin haben sich aber Teile der Freiräume bis heute erhalten. Sie erfüllen unter den heutigen Bedingungen wichtige und z. T. konkurrierende Funktionen, z.B. für die Landwirtschaft, das Stadtklima, die Naherholung, den Boden-, Natur- und Hochwasserschutz.

Landschaft im Wandel - Die Rüppurrer Wiesen

Die Rüppurrer Wiesen

Schon immer haben wechselnde Grundwasserstände und Überflutungen der Alb die Arbeitsbedingungen auf den Wiesen und Feldern erschwert. In jüngerer Zeit trat die Alb immer wieder über die Ufer. Hohe Grundwasserstände sorgten dafür, dass große Vernässungen entstanden - zum Leidwesen der Land-wirte, aber auch zum Glück für Pflanzen und Tiere, die hier einen Lebensraum fanden. Seit mehreren Jahren finden regelmäßig Abendexkursionen mit Rüp-purrer Schulklassen statt, um die Natur vor der Haustüre zu erkunden und insbesondere die lautstark rufenden Kreuzkröten in den Tümpeln und Fledermäuse an der Alb zu beobachten. Die Führung soll einen Einblick in die Landschaftsentwicklung, auch im Hinblick auf die Veränderungen der jüngeren Vergangenheit, vermitteln. Dabei wird die naturschutzfachliche Bedeutung insbesondere der zeitweise unter Wasser stehenden Senken in den Äckern und Wiesen vermittelt. Deren Erhalt liegt dem Naturschutz besonders am Herzen, weswegen hier auch verstärkt Fördermöglichkeiten, wie z.B. der Vertragsnaturschutz, zum Tragen kommen sollten.

   



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