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Grünwinkel
- 1597
- Erwähnung des 100 Morgen umfassenden Hofs "Kreenwinckel" (Krähenwinkel), mit dem
der Burgvogt Adam Ginth im Jahr 1583 belehnt wurde, in einer markgräflich baden-badischen
Gemarkungsbeschreibung.
- 1673
- Erste Erwähnung des Hofes seit dem Dreißigjährigen Krieg. Er war
offensichtlich seitdem unbewirtschaftet.
- 1710
- Um den ehemaligen Gutshof Grünwinkel bildet sich auf Veranlassung der Markgräfin
Sibylla Augusta von Baden-Baden eine Arbeiterkolonie mit 18 Familien und damit das Dorf
Grünwinkel. Der Ort ist Zollstation.
- 1713
- Bau einer Holzkapelle für Grünwinkel.
- 1714, 7. Sep.
- Die Gemeinden Bulach, Daxlanden und Grünwinkel schließen einen Vertrag, der den
landarmen Einwohnern von Grünwinkel 80 Morgen Feld zusichert.
- 1759
- Bau einer neuen Kapelle. Die heute noch existierende Albkapelle wird 1913 aus
verkehrstechnischen Gründen an das rechte Hochufer der Alb versetzt.
- 1766
- Erstmalige Erwähnung eines Lehrers, des Schulpräzeptors Valentin Gräser.
- 1784
- Grünwinkel erhält eine eigene Gemarkung
- 1798
- Pflasterung der durch Grünwinkel verlaufenden Pappelallee, wobei sämtliche
Bäume gefällt werden.
- 1807
- Der ehemalige Gutshof mit Brauerei, Branntweinbrennerei und Puderfabrik sowie der "Badische
Hof" sind im Besitz des Majors von Hornig. Im Ort gibt es eine Ziegelhütte.
- 1808
- Bau des ersten Schulhauses für Grünwinkel.
- 1809
- Grünwinkel kommt zum Amt Karlsruhe. Im Ort leben 216 Einwohner.
- 1812
- Bei einem Brandunglück wird die Wirtschaft zum "Grünen Baum" zerstört.
Wiederaufbau 1815.
- 1814
- Die Bierbrauerei und Essigsiederei des Karl Maier, der 1811 den Besitz des Majors von Hornig
erworben hat, brennen nieder.
- 1818
- Das wiederaufgebaute Anwesen sowie die benachbarte Gastwirtschaft "Badischer Hof" geraten
erneut in Brand.
- 1820
- Infolge der häufigen Brand-Unglücksfälle erhält Grünwinkel zum
ersten Mal eine Feuerspritze.
Die Bierbrauerei und Essigsiederei Karl Maier werden Eigentum des Staatsrats Wilhelm
Reinhard.
- 1837-1838
- Schließung der Grünwinkler Schule wegen Lehrermangels. Die Kinder werden vom
Daxlander Lehrer mitbetreut.
- 1849
- Staatsrat Wilhelm Reinhard verkauft sein seit Beginn der 1830er Jahre an den Fabrikanten
Anton Sinner verpachtetes Anwesen an dessen Sohn Georg Sinner.
- 1852
- In Grünwinkel existieren außer der Sinner'schen Essigsiederei und
Branntweinbrennerei sowie der Ziegelhütte folgende Gewerbebetriebe: eine Schreinerwerkstatt,
zwei Schustereien, zwei Schneiderbetriebe, je eine Bäckerei und Metzgerei, ein Maurerbetrieb
sowie drei Gaststätten.
- 1860
- Bau eines neuen Rat- und Schulhauses für Grünwinkel.
- 1862
- Gründung des "Turn- und Sportverein".
- 1865
- Von den 423 Einwohnern sind 356 katholisch und 67 evangelisch.
- 1874
- Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Grünwinkel.
- 1884
- Gründung des Gesangvereins"Liedertafel-Lyra".
- 1885
- Die seit dem Tod Georg Sinners von seinen Söhnen unter Leitung von Robert Sinner
geführte Firma "Gesellschaft für Brauerei, Spiritus- und Preßhefefabrikation
vorm. Sinner" wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie entwickelt sich zu einer
international operierenden Nährmittelfabrik.
- 1890
- Eröffnung der Lokalbahn Karlsruhe - Durmersheim, die auch durch Grünwinkel
fährt.
- 1909, 1. Jan.
- Eingemeindung von Grünwinkel nach Karlsruhe. Der Ort zählt 2.022 Einwohner.
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Das Wappen
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