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Daxlanden
- 1261
- In einer Papsturkunde wird die "villa daslar" erwähnt. Der Ort ist aber wohl deutlich
älter, worauf Besitzverhältnisse der Klöster Weißenburg und Gottesaue in
Daxlanden verweisen.
- 1369
- Erste urkundliche Erwähnung der Appenmühle, die als Schenkung an das Spital in
Baden bestätigt wird. Sie bleibt bis ins 18. Jahrhundert in dessen Besitz. Sie ist
Bannmühle für Bulach, Beiertheim, Daxlanden, Mühlburg und Knielingen.
- 1407
- Der Erzbischof Friedrich zu Köln entscheidet einen Streit um Jagdrechte in der
"Daheslarerau" und anderen Gebieten zwischen dem König Rupprecht von Bayern und Markgraf
Bernhard I. zugunsten des Markgrafen.
- 1463
- Daxlanden wird selbständige Pfarrei, zuvor gehörte es kirchlich zu Forchheim.
- 1535
- Bei der Teilung der Markgrafschaft fällt Daxlanden an Baden-Baden und gehört zum
Amt Ettlingen.
- 1579
- Im Goldgrund bei Daxlanden erlebt die Goldwäscherei eine Blütezeit. Im 18.
Jahrhundert wird sie unergiebig.
- 1651, 6. März
- Nach einem Dammbruch verliert Daxlanden durch Hochwasser 700 Morgen Feld, 20 Häuser und
die Kirche. Dies ist eine von vielen Hochwasserkatastrophen, die den Ort heimsuchen. Das neue
Daxlanden wird danach auf dem Hochgestade zurückversetzt errichtet.
- 1665
- Der Gastwirt und Müller Franz Strauß aus Mühlburg baut die im
Dreißigjährigen Krieg zerstörte Appenmühle wieder auf.
1689 wird sie von den Franzosen niedergebrannt.
- 1673/1677
- Errichtung neuer Rheindämme um Daxlanden und Rappenwört. Schon früher z. B.
1560, 1652/53 hat man versucht, durch Rheinkorrektion und Dammbauten den Rhein zu
bändigen.
- 1690
- Frühestens in diesem Jahr wird in der heutigen Malvenstraße das wohl älteste
der noch erhaltenen Fachwerkhäuser Daxlandens errichtet. 1689 war der Ort von den Franzosen
zerstört worden.
- 1698
- Daxlanden muß sich 500 Gulden zur Bezahlung einer Kriegskontribution an
französische Truppen vom Schultheiß von Hagenbach leihen.
- 18. Jhd.
- In Daxlanden, seit dem Mittelalter Zollstation für die Rheinschiffahrt, blüht das
Zollwesen dank der Flößerei von Holz aus dem Schwarzwald nach Holland. Auch die
württembergische Harzniederlage (seit 1668) bringt Verkehr und Zolleinnahmen in den
Ort.
- 1713-1723
- Errichtung einer neuen Kirche (St. Valentin) nach Plänen von Johann Ludwig Michael
Rohrer. Der Bau ist von Markgräfin Sibylla Augusta veranlaßt, da das bestehende
"Ersatzkirchlein" baufällig war und den 64 Bürgern, 4 Witwen (Ehefrauen werden nicht
gesondert gezählt) und 164 Kindern des Ortes nicht mehr zugemutet werden kann. 1835 wird die
Kirche durch einen Anbau erweitert.
- 1776, 18. Mai
- Daxlander Bürger und pfälzische Untertanen geraten handgreiflich aneinander, weil
die Pfälzer im Goldgrund ohne Berechtigung Weiden hauen wollten. Drei Frauen ertrinken
dabei. Solche Streitigkeiten gab es für die Daxlander als Grenzbewohner häufiger.
- 1783
- Einrichtung einer herrschaftlichen Jagdfischerei für die drei englische Matrosen
eingestellt werden. Einer, der Schiffsmeister Harry York, erhält das Recht, in seinem
Wohnhaus die Wirtschaft zum "Schiff" zu betreiben.
- 1813
- Daxlanden hat 844 Einwohner, die in 154 Wohngebäuden leben. Die Pferdezucht ist neben
dem Fischfang auf dem Rhein eine wichtige Einnahmequelle.
- 1819/21
- Rheinkorrektion nach Plänen Johann Gottfried Tullas bei Daxlanden. Damit verliert der
Ort seine Funktion als Schiffs- und Zollstation an Maxau. Rappenwört wird endgültig
rechtsrheinisch.
- 1828
- Der Gemeinderat beklagt, daß seit 1795 1.300 Morgen Land durch Hochwasser verloren
gegangen seien. Besonders schwere Überschwemmungen habe es 1758, 1760, 1784, 1791, 1797 und
1802 gegeben.
- 1847
- Gründung des Gesangvereins"Liederkranz".
- 1850
- Durch Ableitung des Federbachs werden die Fritschlach und der Kastenwört entwässert
und dadurch 1.700 Morgen wertvolles Land gewonnen.
- 1874, Mai
- Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Daxlanden, die bei der Eingemeindung 1910 als
selbständige Wehr fortbesteht.
- 1885
- Es leben 2.658 Einwohner in 337 Wohnhäusern in Daxlanden.
- 1889
- Gründung des "Turnverein Daxlanden" in der Gaststätte "Adler". 1905 spaltet er sich
in die "Freie Turnerschaft", die 1933 verboten wird, und in die 1906 gegründete
"Turngemeinde". Am 6. Januar 1946 findet die Gründungsversammlung des "TSV Daxlanden 1889"
statt, der auf der Tradition der früheren Vereine aufbaut.
- 1894
- Die Stadt Karlsruhe kauft die Appenmühle mit der Gastwirtschaft, ein inzwischen
beliebter Ausflugsort der Karlsruher. Nach dem Brand des Mühlgebäudes 1895 wird dieses
noch im selben Jahr wieder aufgebaut.
- 1896
- Gründung des "Musikverein Lyra" im Gasthaus "Zum Lamm". 1921 bildete dieser Verein mit
der 1918 gegründeten "Musikvereinigung Daxlanden" den "Arbeitermusikverein Daxlanden" mit
etwa 400 Mitgliedern. Dieser mußte 1933 auf Anweisung der NSDAP-Ortsgruppenleitung mit dem
"Musikverein Harmonie" zusammengehen.
- 1901
- Mit der Eröffnung des Rheinhafens ist auch der Wandel in der Erwerbsstruktur des Ortes
verknüpft. Die Arbeit in den Firmen in den nahegelegenen Industriegebieten des Rheinhafens
und bei Grünwinkel macht aus dem ehemaligen Fischer- und Bauerndorf immer mehr ein
Arbeiterdorf.
- 1910, 1. Jan.
- Eingemeindung des Ortes mit 4.227 Einwohnern nach Karlsruhe.
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Das Wappen
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