Michael Borner Alexander Geiger Dr. Ute Leidig Manfred Schubnell Bettina Lisbach Uta van Hoffs Anne Segor Dr. Dorothea Polle-Holl Tanja Kluth Johannes Honné

Umweltschutz


Umweltschutz dient nicht nur dem Erhalt der natürlichen Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden, sondern trägt auch wesentlich dazu bei, Menschen vor gesundheit-lichen Beeinträchtigungen zu schützen.

Reine Luft:
Die Qualität der Atemluft hat entscheidenden Einfluss auf unsere Lebensqualität. Ursachen für unsere hohe Luftbelastung sind die vielen Großemittenten sowie der Auto-Verkehr. Hinzu kommen die häufigen Inversionswetterlagen. Der bisherige Karlsruher Luftreinhalte-Aktionsplan wird die Luftbelastung nicht genügend reduzieren, zumal mit dem Kohlekraftwerk der EnBW und einem Verbrennungsofen von Stora Enso enorme neue Belastungen hinzukommen. Wir werden uns weiterhin konsequent für die Verbesserug der Luftqualität einsetzen.

Gesundes Stadtklima:
Die Folgen des globalen Klimawandels machen auch vor Karlsruhe nicht Halt. Bereits heute leiden viele Menschen im Sommer unter der Schwüle. Hierauf muss reagiert werden.Eine durchgängige Begrünung des gesamten Stadtgebietes kann helfen. Darüber hinaus muss eine vorausschauende Siedlungsplanung die Kaltluft-entstehungsgebiete und Frischluftschneisen freihalten.

Stille ist kostbar:
Lärm macht krank. Auch in Karlsruhe sind viele Menschen hohen Lärmbelastungen ausgesetzt. Lärmschutzmaßnahmen können diese Situation nur punktuell verbessern. In der Fläche kann wirkungsvolle Abhilfe nur durch Verkehrs-Vermeidung, Geschwindig-keitsreduzierungen und verkehrsberuhigte Zonen erreicht werden. Im Lärm-Aktionsplan hat die Stadtverwaltung bisher lediglich die gesetzlichen Vorgaben erfüllt - wir fordern mindestens 10 dB(A) weniger. Lärmgeplagte Bürgerinnen und Bürger sollten möglichst schnell entlastet werden.

Sauberes Wasser:
Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und auch die Abwasserentsorgung sind zentrale Aufgaben der öffentlichen Daseinsfürsorge. Um das Grundwasser zu schützen und seine Neubildung zu fördern, setzen wir uns für sparsamste Grundwasserentnahme und einen weitgehenden Verzicht auf Flächenversiegelung ein. Einleitungen in Gewässer müssen scharf überwacht und baldmöglichst eingestellt werden. Bei Realisierung des Retentionsraums im Bereich Bellenkopf/Rappenwört setzen wir auf eine naturnahe Lösung mit Dammrückverlegung.

Kreislaufwirtschaft statt Müllverbrennung:
Der Karlsruher Restmüll wird in Mannheim verbrannt. Wir drängen auf eine umweltverträgliche Restmüll- entsorgung. Das Amt für Abfallwirtschaft muss auch intensiv für Müllvermeidung und Mülltrennung werben. Wir wollen ein intelligentes Ressourcenmanagement einführen, bei dem möglichst viele Rohstoffe in den Kreislauf zurückgeführt werden. Wir begrüßen die Sammlung von weißer Ware auf Abruf. Nachbesserungsbedarf sehen wir beim Elektroschrott: Viele Altgeräte landen noch im Restmüll. Die Bioabfallvergärungsanlage-Ost muss optimiert werden.

Altlasten sanieren:
Der Problematik gesundheits- und umweltgefährdender Altlasten muss verstärkt Rechnung getragen werden. Baugebiete auf Gelände mit Altlasten lehnen wir ab.

Beleuchtung mit Augenmaß:
„Lichtverschmutzung“ in ökologisch empfindlichen Bereichen kann Tiere, Pflanzen und Menschen stören. Wir fordern deshalb eine behutsame Umsetzung des Lichtplans. Höchste Priorität hat die energetische und ökologische Optimierung der Straßenbeleuchtung.

Ökologische und faire Beschaffung:
Das Beschaffungswesen im Karlsruher Rathaus soll sich an den Kriterien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit orientieren. Dazu gehört
auch die Beschaffung von Recycling-Papier.

Gut informiert in Umweltfragen:
Eine Kommune muss ihre BürgerInnen über die aktuelle Umweltsituation sowie allgemein über Umweltthemen und Handlungsmöglichkeiten umfassend informieren. Wir drängen immer wieder auf die Einhaltung des Umweltinformationsgesetzes.

Umweltschutz und Ehrenamt:
In Fragen des Umweltschutzes, der Umweltinformation und der Verbraucherberatung leisten Umweltgruppen und -verbände in Karlsruhe unverzichtbare Arbeit. Wir wollen, dass die Stadt ein gemeinsames Ökozentrum ermöglicht.