Michael Borner Alexander Geiger Dr. Ute Leidig Manfred Schubnell Bettina Lisbach Uta van Hoffs Anne Segor Dr. Dorothea Polle-Holl Tanja Kluth Johannes Honné

SeniorInnen


Aktivitäten im Alter ermöglichen und neue generationen-übergreifende Wohnformen fördern:
Die Verlängerung des letzten Lebensabschnitts nach der Berufs- und Familienphase auf 30 Jahre
und mehr stellt neue Forderungen an kommunale Sozialpolitik, wie Versorgungssituation, Wohnen und Einbindung in Ehrenämter.

 

Wir GRÜNEN unterstützen Wünsche nach selbstbestimmter und selbstständiger Lebensführung auch im Alter. Zur Entstehung neuer solidarischer Wohnformen gehören sehr gut funktionierende Netzwerke, bestehend aus NachbarInnen, FreundInnen und professionellen Hilfsangeboten, aber auch einer ausgezeichneten Infrastruktur. Dazu bedarf es geeigneter Vereine und Initiativen sowie der Planung senioren-gerechter Bauweisen.
Wir fördern Generationenübergreifende Wohnprojekte, selbstbestimmtes betreutes Wohnen sowie die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in Form von Zukunftswerkstätten und Modellprojekten in Zusammenarbeit mit dem Stadtseniorenbüro und dem Stadtseniorenrat.

 

Eine unserer Forderungen ist daher die Unterstützung und personelle Verstärkung der Vernetzungs- und Beratungsangebote des städtischen Seniorenbüros und eine Verbesserung der Informationsmöglichkeiten durch Broschüren und Beratung vor Ort.
Auch die Wohnumfeldgestaltung sollte auf die Bedürfnisse der älteren Generation abgestimmt werden. Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsbetriebe vor Ort im Stadtteil und verkehrsberuhigte Zonen in der Stadt erleichtern es nicht nur älteren Menschen, sich in der Stadt zu Fuß zu bewegen. Schaltungen an Fußgängerampeln sollten so gehalten sein, dass sie auch Langsameren eine gefahrlose Überquerung ermöglichen.

 

Mobile Hilfsdienste ermöglichen älteren BürgerInnen, möglichst lange in der vertrauten Umgebung zu bleiben. Die Stadt muss sich auf einen sicher noch zunehmenden Bedarf einstellen. Immer mehr MigrantInnen bleiben auch im Alter in Deutschland, was zu ganz neuen soziokulturellen Bedürfnissen in der Altenhilfe führt. Auch hier muss die Stadt umdenken.

 

Die Pflege alter und kranker Menschen zu Hause belastet die meist angehörigen Pflegenden und fordert zunehmend deren Fachwissen. Diese benötigen Entlastung und müssen die Möglichkeit der Erholung und des Urlaubs eingeräumt bekommen. Wir fordern, dass die Stadt ihre Familienhilfe dahingehend ausweitet und sich für ein weites Netz an Hilfeleistungen einsetzt.
Wenn sich eine Heimpflege nicht vermeiden lässt, sehen wir die Stadt in der Verantwortung bei der Qualitätssicherung in den Alten- und Pflegeheimen.