Michael Borner Alexander Geiger Dr. Ute Leidig Manfred Schubnell Bettina Lisbach Uta van Hoffs Anne Segor Dr. Dorothea Polle-Holl Tanja Kluth Johannes Honné

Kultur


Kultur für alle:
Wir GRÜNEN haben das Ziel, „Kultur für alle“ zu ermöglichen. Genauso wichtig wie die großen Institutionen Staatstheater und ZKM sind uns die kleineren Institutionen, wie Substage, Tollhaus, Tempel u. a.. Hier werden wir uns wie in der Vergangenheit für mehr Verteilungsgerechtigkeit einsetzen. Stadtteilnahe Kultur verdient besondere Stärkung.

Wir wollen, dass sich alle BürgerInnen aktiv beteiligen und ihre Kreativität entwickeln können – in Beteiligungs-projekten zur Gestaltung des öffentlichen Raumes, in Stadtteilzentren und Vereinen. Breite Informations- und Bildungsmöglichkeiten für alle BürgerInnen sind durch einen entsprechenden Medienetat der Stadtbibliothek und ausreichende Öffnungszeiten der Stadtteil-bibliotheken zu sichern.

Bürgerbeteiligung als Kulturarbeit:
Bürgerbeteiligung an Stadtentwicklungsprojekten sehen wir als klassisches Beispiel für sozio-kulturelle Prozesse. Daher sind Stadtbauforen allen wichtigen planerischen Entscheidungen voranzustellen.

Räume für Kultur vorsehen und gestalten:
In die neue Kulturmeile Schlachthausareal sollen die benachbarten OststadtbürgerInnen bewusst einbezogen werden. Damit auch KünstlerInnen und kleine Unternehmen aus kreativen Bereichen dort ansässig werden, soll die Stadt diesen günstige Ateliers und Büroflächen zur Verfügung stellen.

Kunst im öffentlichen Raum:
Wir wollen neue, progressive Kunstformen und künstlerische Aktionen im öffentlichen Raum verwirklichen. Wettbewerbe sollen aktuelle künstlerische Entwicklungen in die Öffentlichkeit tragen und damit Auseinandersetzung und Meinungsbildung fördern. Der Gestaltungsbeirat ist dauerhaft zu etablieren.

Kinder- und Jugendkultur:
Wir fordern, weitere wohnortnahe Jugendzentren und Angebote in den Stadtteilen zu schaffen und die bereits bestehenden Institutionen zu stärken. Die Zusammen-arbeit der Schulen mit Karlsruher Kultureinrichtungen sollte noch enger werden. Das kulturelle Angebot an den Schulen ist zu erhöhen, z. B. durch Ausweitung des bewährten Projekts „Schule und Kultur“.
Das FEST muss mit einer flexiblen Finanzierung gesichert werden.

ImmigrantInnen-Kultur gleichberechtigt fördern:
Wir setzen uns für die Integration ausländischer BürgerInnen ein. Außerdem aber sollen sie die Möglichkeit haben, ihre Kulturen hier zu pflegen. Deshalb wollen wir die MigrantInnen-Kultur als eigenständigen Bereich im Kulturreferat der Stadt verankern. Um eine aktive Mitgestaltung am Karlsruher Leben zu ermöglichen, fordern wir die Möglichkeit für ausländische BürgerInnen, ihre VertreterInnen im Ausländerbeirat der Stadt direkt wählen zu können.

Kultur muss ein eigenständiger Politikbereich bleiben:
Eine lebendige Kulturszene macht Karlsruhe attraktiver und werbewirksamer. Ihre Prioritäten müssen aber von den Bedürfnissen der BürgerInnen und nicht von wirtschaftlichen Interessen bestimmt werden.