Michael Borner Alexander Geiger Dr. Ute Leidig Manfred Schubnell Bettina Lisbach Uta van Hoffs Anne Segor Dr. Dorothea Polle-Holl Tanja Kluth Johannes Honné

Kinder- und Jugend


Vom Säugling zum Jugendlichen, Leben mit Kindern in der Stadt:
Wir setzen uns für ein kindgerechtes Wohnumfeld in der Stadt ein, das auch den erwachsenen BewohnerInnen zugute kommt: z. B. durch Reduzierung des Autoverkehrs oder Verzicht aufs Auto, durch Geschwindigkeitskontrollen in Tempo 30-Zonen und Spielstraßen, bessere und sicherere Radrouten, Reduzierung der Luftbelastungen und genügend Bolzplätze, Basketballkörbe, Skateranlagen, Spielplätze und wohnungsnahe, gestaltungsoffene Spielflächen.

 

Wir unterstützen ausdrücklich die präventive und maßnahmenorientierte Arbeit des Psychosozialen und des Sozialen Dienstes der Stadt Karlsruhe, sowie die zahlreichen Angebote und die Vernetzungsarbeit des Kinderbüros.

 

Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauchen wir flexible Öffnungszeiten der Kindertages-einrichtungen, noch mehr Betreuungsplätze für Kinder von 0-3 Jahren, eine Trägervielfalt, die von Betrieben bis Stadt reicht, Einrichtungen mit unterschiedlichen Profilen, auch integrative Konzepte, eine personell gut ausgestattete Umsetzung des Orientierungsplans, eine Qualitätssicherung der Kindergartenbildung. Kindergärten als Orte der Förderung und Entfaltung sollen in Kooperation mit der Jugendmusikschule und der Jugendkunstschule, mit den Sportverbänden, mit den Museen und Theatern anregende und ganzheitlich fördernde Angebote für Kinder anbieten. Für die Verbesserung der Sprachförderung müssen in kleinen Gruppen entsprechend ausgebildete ErzieherInnen mit den Kindern arbeiten können. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt Karlsruhe mit den Trägern der Kindertagesstätten Fortbildungsziele vereinbart und sich an der Unterstützung der Fortbildungsmaßnahmen von ErzieherInnen beteiligt.

 

Probleme von Jugendlichen gehen immer mit gesellschaftlichen und familiären Veränderungen einher, daher setzen wir uns dafür ein, dass alle Angebote der Jugendberufshilfe der Stadt bedarfsorientiert
ausgebaut werden; wie wir bereits mit einigen Anträgen gefordert haben. Armut darf auch für junge Menschen kein Ausschlusskriterium sein, daher fordern wir für alle Einrichtungen der Stadt, von den Schwimmbädern bis zu den Kultureinrichtungen, einen Sozialpass, sowie Beitragsfreiheit für alle Bibliotheken in der Stadt für alle NutzerInnen. Gefährdungs- und Konfliktpotenziale, wie psychische Belastungen, Suchtmittel, Jugendstraftaten, Gewalt können nur durch eine enge Kooperation zwischen Familie, Schule und Jugendhilfe und mit präventiven und ursachenorientierten Ansätzen verringert werden.

 

Wir fordern für jede Schule jeder Schulart eine Schulsozialarbeiterstelle und beantragen die schrittweise Erhöhung der bereits bestehenden Stellen, mit Wieder-Bezuschussung des Landes.
Auch für Jugendliche mit Behinderungen setzen wir uns für die gleichen Ansprüche an die Gesellschaft, die Jugendarbeit und die vorhandenen Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen ein, wobei wir die Einrichtungen in der Pflicht sehen, gemeinsame und integrative Angebote zu machen.

 

Die Stadt muss alle Beteiligungsformen von Jugendlichen, die von ihnen befürwortet werden, unterstützen, wie z. B. Jugendforen und Stadtteil-konferenzen, aber auch Einrichtungen, in denen sich Jugendliche treffen und engagieren können, wie im ganzen Stadtgebiet Jugendtreffs in annehmbarer baulicher wie personeller Ausstattung.

 

Für einen gelungenen Übergang von der Schule in den Beruf sind Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben schon während der Schulzeit sinnvoll und zielführend. Die Stadt sollte hier mit ihren Kontakten zu Kammern, Firmen und Betrieben unterstützend und initiativ
tätig sein.