Presse
5. Februar 2010
GRÜNE: Bei Baustellen mehr Rücksicht
auf RadlerInnen
Ersatz für wegfallende
Fahrradabstellplätze an Marktplatz und
Europaplatz gefordert
Mehr
Rücksicht auf die Bedürfnisse der
radelnden Bevölkerung fordert die GRÜNE
Gemeinderatsfraktion in der Begründung
zu ihrer Gemeinderatsanfrage. Anlass ist
der Wegfall von Fahrradabstellplätzen
aufgrund der Umbauarbeiten am
Europaplatz und am Marktplatz.
Zu Beginn der Baumaßnahme am ehemaligen
Breuninger-Gebäude waren Anfang Januar
sämtliche Fahrradständer an der Ecke
Karlstraße/Kaiserstraße abgebaut worden.
Den Beschwerden aus der Bevölkerung
zufolge war über diese Maßnahme erst
sehr kurzfristig an Ort und Stelle
informiert worden, so dass zum Zeitpunkt
des Abbaus der Fahrradständer noch sehr
viele Räder dort geparkt waren.
„Der für viele RadfahrerInnen über
mehrere Tage unklare Verbleib ihrer
Räder hat zu verständlichem Unmut
geführt“, so Fraktionssprecherin Bettina
Lisbach. „Völlig unzumutbar ist auch,
dass wenige Tage später bei Errichtung
des Bauzauns um das ehemalige
Volksbank-gebäude etwa 30 dort
abgestellte Räder einfach vom Zaun
eingeschlossen wurden“, ergänzt Stadtrat
Honné.
Den GRÜNEN ist es wichtig, dass
zukünftig langfristig und rechtzeitig
vor Beginn von Baumaßnahmen in der
Innenstadt über potentielle
Beeinträchtigungen von Radfahrern bzw.
von Fahrradabstellanlagen informiert
wird. „Neben Informationen an Ort und
Stelle halten wir auch eine Information
in der Stadtzeitung und eine städtische
Presseveröffentlichung in den regionalen
Medien für wichtig.“
Doch nicht nur die kurzfristigen Ärgernisse für RadlerInnen machen den GRÜNEN Sorgen: „Sowohl am Europa- als auch am Marktplatz muss schnellstmöglich ein adäquater Ersatz für die weggefallenen Fahrrad-abstellplätze geschaffen werden“, betont Lisbach. „Das kann nicht über Jahre so bleiben.“ Die Fraktion fragt deshalb bei der Verwaltung nach konkreten Schritten, um die entstandenen Engpässe an Abstellanlagen in der Innenstadt zu beheben.
„Wir wollen außerdem wissen, ob sich die Stadtverwaltung schon mit der Frage beschäftigt hat, wie Beeinträchtigungen für Fahrradparker während des geplanten Tunnelbaus in der Kaiserstraße vermieden werden können“, so Honné. „Hier befürchten wir besonders große und lang anhaltende Konflikte und Engpässe.“
„Eine Stadt, die Fahrradhauptstadt
werden will, muss alles tun, um gerade
in der Innenstadt für Radler/innen
attraktiv zu sein“ meinen die GRÜNEN.
„Vorgänge wie jetzt am Europa- und am
Marktplatz beobachtet, dürfen sich nicht
wiederholen“.