Presse
4. Februar 2010
GRÜNE fordern schnelle Umsetzung des
Rechts auf Regelschulbesuch
Inklusion nützt allen Kindern
Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion will dazu
beitragen, dass behinderte Kinder ab dem
nächsten Schuljahr in Karlsruhe am
Unterricht von Regelschulen teilnehmen
können.
In einem
appellieren daher
jetzt die GRÜNEN StadträtInnen an
Oberbürgermeister Fenrich, sich als
Vertreter der Stadt Karlsruhe beim
Kultusministerium für eine zügige
Änderung des baden-württembergischen
Schulgesetzes einzusetzen.
für Rechte von behinderten Menschen in
Deutschland in Kraft getreten: Die
inklusive Schule, in der behinderte und
nicht-behinderte Kinder gemeinsam
unterrichtet werden sollen, ist darin in
Artikel 24 als Rechtsanspruch
festge-schrieben.
„Leider lässt die Umsetzung der UN-
Konvention in Baden-Württemberg auf sich
warten“, stellt Anne Segor,
schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN
Fraktion, fest.
„Das ist besonders bedauerlich, denn
Karlsruher Eltern von behinderten
Kindern warten schon seit Monaten
vergeblich auf eine Änderung des
Schulgesetzes, das ihren Kindern die
Teilnahme am Unterricht in Regelschulen
ermöglichen soll. Entscheidend dabei
ist, dass die inklusive Schule allen
nützt: Zahlreiche wissenschaftliche
Studien belegen, dass bei sorgfältiger
individueller Förderung alle Kinder –
nicht nur die Schwächeren, sondern vor
allem auch die Stärksten – vom
gemeinsamen Unterricht profitieren!“
„Wir hoffen, dass Oberbürgermeister
Fenrich unseren Appell aufnehmen und
sich in Stuttgart nachdrücklich für die
schnelle Umsetzung der UN-Konvention
einsetzten wird“, so die GRÜNEN
abschließend.