Presse
30. Januar 2009
GRÜNE kritisieren Beteiligung der
Stadtwerke an Kohlekraftwerk
Wie Finanzbürgermeisterin Mergen in
ihrer Rede zum Doppelhaushalt
bekannt gab, wollen sich die
Stadtwerke mit 75 Millionen Euro am
Kohlekraftwerk der EnBW am
Rheinhafen beteiligen. Das sind
immerhin etwa 7 bis 8 % der
Gesamtinvestitionen in das RDK!
Die Stadtwerke, als Tochter der
Stadt Karlsruhe, kaufen sich damit
in ein Kraftwerk ein, das nicht nur
das Klima schädigt, sondern auch die
Luft in Karlsruhe mit großen Mengen
Feinstaub, Schwermetallen und Giften
belasten wird. „Es ist schon schlimm
genug, dass der Karlsruher
Gemeinderat in seiner großen
Mehrheit aus CDU/SPD/FDP und KAL
keinen ernsthaften Versuch
unternommen hat, den Karlsruher
BürgerInnen diesen Luftverpester zu
ersparen. Mit dem Einstieg der
Stadtwerke in die Finanzierung des
Kraftwerks wird auch von Seiten der
Stadt Karlsruhe das Interesse an
einer langen Laufzeit des neuen
Kraftwerksblock steigen und damit
der Umstieg auf alternative Energien
verzögert“, kritisieren die GRÜNEN
Stadträtinnen Bettina Lisbach und
Sabine Just-Höpfinger.
Bereits ohne das neue Kraftwerk ist
die Karlsruher Luft, besonders bei
Inversionswetterlagen, hoch mit
Feinstaub belastet: So wurde in
diesem Januar an der Messstation
Karlsruhe-Mitte der Grenzwert von 50
µg/m3 an vielen Tagen bereits weit
überschritten, mit Spitzenwerten bis
zu 135 µg/m3 .
Vor dem Hintergrund, dass die
Karlsruher Innenstadt inzwischen zur
Umweltzone erklärt und Fahrverbote
ausgesprochen werden mussten, ist
diese Investition einer städtischen
Gesellschaft in ein
umweltschädliches Mammutprojekt
besonders unverständlich.