Presse
21.09.2006
GRÜNE stellen Fragen zur
Lebensmittelkontrolle in Karlsruhe
Für die GRÜNEN bleiben nach den jüngsten
Funden von Gen-Reis und Gammelfleisch
Fragen offen. Die möchten sie von der
Stadtverwaltung öffentlich beantwortet
haben.
„Schützt uns die Lebensmittelüberwachung
überhaupt noch wirksam? Das fragen sich
viele Bürgerinnen und Bürger – und das
zu Recht“, begründet der Sprecher der
GRÜNEN im Karlsruher Gemeinderat, Klaus
Stapf, die Anfrage seiner Fraktion.
„Nach der großen Verwaltungsreform
der Landesregierung in Stuttgart ist die
Lebensmittel-überwachung zur
Schwachstelle geworden. Die Zerschlagung
des polizeilichen
Wirtschafts-kontrolldienstes in
Baden-Württemberg konnte von den nun
zuständigen kommunalen Behörden noch
nicht aufgefangen werden. Deshalb sind
wir um so mehr daran interessiert zu
erfahren: Wie effektiv ist die
Lebensmittelüberwachung derzeit für den
Schutz der Bürgerinnen und Bürger in
Karlsruhe? Dies ist um so dringlicher,
als deutlich wird, wie viel kriminelle
Energie in der Lebensmittelproduktion zu
herrschen scheint.“
Im Folgenden die Fragen der GRÜNEN
Gemeinderatsfraktion an die Karlsruher
Stadtverwaltung:
- Wann und wo wurde bisher in
Karlsruhe Gammelfleisch und Gen-Reis
gefunden?
- Wie wurden diese Vorkommen
entdeckt?
- Wurden seit Übergang der
Zuständigkeit für die
Lebensmittelüberwachung auf die
Kommunen weitere Fälle von Verstößen
gegen das Lebensmittelgesetz
festgestellt? Wenn ja: In welcher
Form, in welchen Betriebssparten und
wie häufig?
- Hat die städtische
Lebensmittelüberwachung ausreichend
Kapazitäten, um neben ihren üblichen
Aufgaben aktuelle Fälle von
Verstößen gegen das
Lebensmittelgesetz z.B. durch den
Verkauf von Gammelfleisch oder von
nicht als solchen gekennzeichneten
gentechnisch veränderten
Lebensmitteln ohne Einschränkungen
zu verfolgen?
- Falls nein: Welche Ressourcen
werden benötigt und welche Maßnahmen
sind geplant, um die notwendigen
Kapazitäten bereit zu stellen?
- Arbeitet die städtische
Lebensmittelüberwachung auch
präventiv, d.h. werden auch ohne
Beanstandungen und aktuelle Skandale
regelmäßig Lebensmittelproben
genommen und analysiert?
- Falls ja, findet dies auch
hinsichtlich des Verkaufs von
Gammelfleisch und nicht
gekennzeichneten gentechnisch
veränderten Lebensmitteln statt?
- In welchen Zeitabständen und zu
wie viel Prozent werden die
Lebensmittel in Karlsruhe geprüft?
Wie und nach welchen Kriterien
erfolgt die Auswahl der Betriebe und
Verkaufsstellen, deren Produkte
einer Prüfung unterzogen werden?
- Erfolgt die Prüfung in allen Sparten, die mit Lebensmitteln handeln, wie z.B. Groß- und Einzelhandel, Supermärkte, Restaurants, Imbiss?