Anfragen
29. Januar 2010
Fahrradstellplätze im Umfeld von
Baustellen
Anfrage:
- Welche Möglichkeiten sieht die
Stadtverwaltung, RadlerInnen zukünftig
früher und besser über geplante
Baustellen und den damit einhergehenden
Abbau von Fahrradabstellanlagen zu
informieren?
- Welche Schritte sind seitens der
Stadtverwaltung geplant, um für die
beiden weggefallenen zentralen
Fahrradabstellanlagen am Europa- und am
Markt-platz einen adäquaten Ersatz zu
schaffen?
- Bis wann ist mit einem solchen Ersatz
zu rechnen und wo?
- Gibt es seitens der Stadtverwaltung
ein Konzept, wie die durch den
geplanten Bau des U-Bahn-Tunnels in den
nächsten Jahren zu erwartenden
Beeinträchtigungen für Fahrradparker
minimiert werden können?
- Hält es die Stadtverwaltung für Ziel führend, über Beeinträchtigungen von RadfahrerInnen bzw. von Fahrradabstellanlagen durch Baustellen in der In-nenstadt neben den Information an Ort und Stelle auch in der Stadtzeitung zu informieren?
Sachverhalt/Begründung:
Wenige Tage nach Neujahr wurden im
Zuge der Umbaumaßnahmen am ehemaligen
Breuninger-Gebäude sämtliche
Fahrradständer an der Ecke Karlstraße/
Kaiserstraße vor dem ehemaligen
Breuninger-Gebäude abgebaut.
Offensichtlich wurde über diese Maßnahme
erst sehr kurzfristig an Ort und Stelle
informiert, so dass zum Zeitpunkt des
Abbaus der Fahrradständer noch sehr
viele Räder dort geparkt waren. Nach
Abbau der Ständer wurden die Räder
einige Tage lang auf dem Gehweg bzw. dem
Platz liegengelassen. Anschließend
wurden alle noch nicht abgeholten Räder
in das ehemalige Breuninger-Parkhaus
gebracht.
Der für viele RadfahrerInnen über
mehrere Tage unklare Verbleib ihrer
Räder hat bei der radelnden Bevölkerung
zu einigem Unmut geführt. Hier sollte
zukünftig mit größerer Umsicht
vorgegangen und besser informiert
werden.
Zu ebenfalls sehr unangenehmen
Beeinträchtigungen kam es bei Errichtung
des Bauzauns um das ehemalige
Volksbankgebäude am Marktplatz. Hier
wurden etwa 30 Fahrräder vom Zaun
eingeschlossen.
Abgesehen von diesen kurzfristigen Ärgernissen muss dafür Sorge getragen werden, dass sowohl am Europaplatz als auch am Marktplatz schnellstmöglich ein adäquater Ersatz für die weggefallenen Fahrrad-abstellplätze geschaffen wird.
Dies ist auch vor dem Hintergrund,
der anstehenden Baumaßnahmen für den
Stadtbahntunnel wichtig, denn hier ist
mit besonders großen und lang
anhaltenden Konflikten und Engpässen für
Fahrradparker zu rechnen.
Vorgänge wie die oben beschriebenen,
dürfen sich in einer Stadt, die
Fahrradhauptstadt werden will, nicht
wiederholen.
Unterzeichnet von:
Bettina Lisbach
Michael Borner
Johannes Honné