Kultur: Zeltival-Macher ziehen positive BilanzFreude über gelungenes Experiment / 19.500 Besucher beim Sommerspektakel
(maf) Funktioniert das? Leichtes Baugrimmen hatte Tollhaus-Geschäftsführer Bernd Belschner beim diesjährigen Zeltival-Programm schon, schließlich barg die Neuausrichtung und Verjüngung des Sommerfestivals einige auch für einen Routinier wie ihn nicht vorhersehbare Risiken. Nach 32 Veranstaltungsabenden in knapp sechs Wochen war bei der Bilanz-Pressekonferenz nun klar - das Wagnis ist gelungen. 19.500 Besucherinnen und Besucher kamen in die Konzerte und auf das originell gestaltete Außengelände auf dem Kreativpark Alter Schlachthof. Für Belschner ist das ein "sehr gutes Ergebnis", zumal die Statistik damit nur 2.000 Besucher weniger ausweise als beim mit Weltstars gespickten Vorjahresprogramm. Ob wirtschaftlich gesehen am Ende die "schwarze Null" stehe, müsse angesichts der Eintrittspreise "an der unteren Kante" noch ausgerechnet werden. Denn während manches teure Konzert wie das von "The Baseballs" nicht den erhofften Zuspruch fand, sei man bei günstigen Neuentdeckungen wie dem finnischen Sextett Alamaailman Vasarat "förmlich überrannt" worden. Zu den Publikumsmagneten zählten Balkan-Beat-Magier Shantel, Jazzpianist Herbie Hancock, das Projekt von Stanley Clarke und Stewart Copeland, Liedermacher Rainald Grebe, Rockröhre Inga Rumpf oder die HipHop-Reggaeton-Aufsteiger Calle 13. Nach kurzer Pause eröffnet das Tollhaus am 7. September mit dem visuellen Theater "Tr'espace" die Saison.
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