Kultur: Orgelfabrik macht TheaterStücke von Poe und Kafka / Uraufführung am 18. August (Lä) "Das hat wahrhaftig nur der Mond verschuldet". Der Titel der Uraufführung des "Theater in der Orgelfabrik" im Jahr 1987 taugt freilich nur sehr bedingt als Erklärung für das 25-jährige Bestehen der Theaterinitiative, die nun immerhin schon 9.125 Monde erlebt hat. Am 9. September wird in der Durlacher Fabrik unter anderem mit einem Dokumentarfilm und Buffet das Jubiläum gefeiert - und bereits am 18. August wieder Theater gemacht. Franco Rosa und Gabriele Michel hatten vor 25 Jahren die Idee, das historische Gemäuer der Orgelfabrik für ganz besondere Theaterabende zu nutzen, an denen die Architektur bereits Teil von Kulisse und Bühnenbild sind. Peter Schmitt setzt seit 1992 alles ins richtige Licht und Sven Fechner und SWR-Moderator Oliver Grimm folgten als Schauspieler. Zum Ensemble gehören außerdem Ulrike Schmitt, Ramayya Kumar, Martina Eckrich, Katrin Wünschel und Jack Recknitz. Sämtliche Darsteller kommen zur bereits ausverkauften Uraufführung am morgigen 18. August auf die Bühne, wenn die Gruselkomödie "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe auf die Bühne kommt. Die gespenstische und Schrecken erregende Szenerie der Erzählung, in welcher der Autor Lieblingsmotiven wie Geisteskrankheit oder dem Lebendigbegrabensein Raum gibt, erhält in der Orgelfabrik ihren würdigen grauenvollen Rahmen. Weitere Vorstellungen stehen am 24., 25. und 31. August sowie insgesamt neunmal im September und Oktober ab 20 Uhr auf dem Programm. In Franz Kafkas "Bericht für eine Akademie" spielt am 21., 22., 26., 28. und 29. September Sven Fechner die Hauptrolle. Nach "Die Verwandlung", "Das Schloss" und "Der Proceß" kommt mit dem Bericht des Affen "Rotpeter" über dessen qualvollen Weg zum nützlichen Glied der menschlichen Gesellschaft abermals ein "Kafka" in die Fabrik. Musik, Geschichten und Anekdoten der Komponisten Franz Schubert (29. August), Robert Schumann (5. September) und Richard Wagner (12. September) sind in der Mittwoch-Reihe "Lieder" zu hören. Tickets: 0721/40 14 43. www.theaterinderorgelfabrik.de.
|
Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro