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Geschichte: Alles für die Natur

Lehrer, Arzt und Forscher Gmelin starb vor 175 Jahren

(FI) Als Carl Christian Gmelin am 26. Juni 1837 in Karlsruhe starb, blickte er nicht nur auf 51 Dienstjahre als Direktor des markgräflichen, dann kurfürstlichen und zuletzt großherzoglichen Naturalienkabinetts zurück. Er konnte auch für sich in Anspruch nehmen, die Sammlung trotz der Umbrüche nach der Französischen Revolution erheblich vergrößert zu haben. Und dies, obwohl er neben der Leitung des Naturalienkabinetts, des Vorläufers des heutigen Naturkundemuseums, auch als Lehrer, Arzt und Naturforscher beschäftigt war.

Geboren wurde Gmelin am 18. März 1762 als Sohn eines Pfarrers in Badenweiler. 1778 nahm er in Straßburg ein Studium der Medizin und Naturwissenschaften auf, das er 1784 in Erlangen mit der Promotion abschloss. Danach kam er nach Karlsruhe, wo er die Zulassung als Arzt erhielt und am Gymnasium Naturgeschichte lehrte. 1786 wurde er Direktor des Naturalienkabinetts, das unter Markgräfin Caroline Luise stark gewachsen, aber unzureichend organisiert war. Gmelin begann, die Sammlung zu ordnen, zu katalogisieren und zudem auch weiter zu vergrößern. Bald jedoch unterbrachen ihn politische Umwälzungen. Wegen der Revolutionskriege musste er das Kabinett 1794 vorübergehend nach Ansbach verlegen. Zurück in Karlsruhe, gelang es Gmelin, die Sammlung im Zuge der Säkularisation ab 1803 um Bestände zu erweitern, die sich zuvor in kirchlichem Besitz befunden hatten.

Auch als Naturforscher machte er sich einen Namen. Sein besonderes Interesse galt der Botanik. Wiederholt unternahm er Exkursionen, um Pflanzen zu entdecken und zu sammeln. Die Anlage des heutigen Botanischen Gartens geht ebenfalls auf ihn zurück. Der Botanik widmet er auch sein Hauptwerk, die ab 1805 in vier Bänden erscheinende "Flora Badensis Alsatica", eine umfassende Beschreibung der in Baden und im Elsass heimischen Pflanzen. Dieses Werk bezeugt auch Gmelins Freundschaft mit Johann Peter Hebel, und zwar in Form der Pflanzenart "Hebelia", die Gmelin nach dem Dichter benannte.    




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