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Senioren: "Silver Surfer" auf dem Vormarsch

OB Heinz Fenrich hielt Vortrag beim Stadtseniorenrat

(maf) Bei seinem Amtsantritt 1998 habe zeitgleich das Internet an Bedeutung gewonnen, erinnerte OB Heinz Fenrich kürzlich vor dem Seniorenbeirat daran, dass es damals noch darum gegangen sei, älteren Menschen die Ängste vor dem neuen Medium zu nehmen. Heute seien sie damit vertraut, nutzten das weltweite Netz zur Pflege der familiären Kontakte, zur Recherche oder zur Buchung von Reisen "häufiger als unter 20-Jährige" und würden liebevoll "Silver Surfer" genannt.

Aber der Siegeszug der neuen Medien war nur eine von vielen Entwicklungen, die Fenrich bei seinem "Rückblick auf die letzten 20 Jahre Seniorenpolitik" skizzierte. Für Karlsruhe bedeutsam sei 1997 die Gründung des Stadtseniorenrats gewesen, für dessen Arbeit er sich beim rührigen Vorsitzenden Gustav Betz und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern bedankte. Dass bei landesweit 1.000 Gemeinden überhaupt erst 170 solcher Gremien existierten, sei bemerkenswert. "Karte ab 60", der Konzert- und Theaterkalender für Ältere oder die Zertifizierung "Seniorenfreundlicher Service", von der Geschäfte ebenso profitierten wie ihre Kundinnen und Kunden - alles dies sei mit der Hilfe der Interessenvertretung erreicht worden.

Als eine der ersten Kommunen hatte Karlsruhe 1965 einen Altenhilfeplan, der heute als Strategiepapier weiterexistiert. Leitziele städtischer Seniorenpolitik sind danach "neben Fürsorge und Absicherung bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit auch Vorsorge, Prävention und damit die Förderung sozialer Einbindung und aktives Alter." Derzeit verfüge Karlsruhe über 3.490 Pflegeplätze in 44 Heimen. Es gebe neue Wohnkonzepte wie die der Hausgemeinschaft, betreute Seniorenwohnanlagen mit Serviceleistungen aller Art sowie selbst geplante Wohnprojekte.




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