Bahnstrecken: Aktiver SchallschutzBundesprogramm der DB schafft Abhilfe bei Lärm (rie) Rund 3.650 Karlsruherinnen und Karlsruher sind besonders an Hauptstrecken der Deutschen Bahn (DB) von Lärm betroffen. Vor allem in Weiherfeld-Dammerstock und Hagsfeld, aber auch in Durlach, der Südstadt und Beiertheim-Bulach geht von Bahnstrecken nachts ein Lärm von über 60 Dezibel aus. Eine Lösung zeichnete sich nun auf der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert ab. Denn über ein Bundesprogramm wird die Deutsche Bahn AG auch in Karlsruhe an lauten Streckenabschnitten tätig. Da die Maßnahmen damit dort Abhilfe schaffen, wo die Stadt im Rahmen ihres Lärmaktionsplanes (LAP) für den Schienenverkehr Handlungsbedarf ermittelt hat, stimmte der Ausschuss zu, das förmliche Verfahren für einen LAP in diesem Punkt zu beenden. Stattdessen sollen die Lärmschutzmaßnahmen als eigenes Kapitel in den Lärmminderungsplan aufgenommen werden. Übrig bleiben ein paar Streckenabschnitte, bei denen die Bahn nicht weiter tätig werden möchte. Eine Überprüfung durch die Stadt zeigt, dass hier nur ein geringer Nutzen bei hohen Kosten zu erzielen ist. Dies wollen die Fraktionen in Einzelfällen nochmals hinterfragen. Die Öffentlichkeit war über Lärmschwerpunkte und mögliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Lärmaktionsplan zwischen April 2011 und April 2012 in fünf Veranstaltungen informiert worden. Der Stadt kam zugute, dass die Deutsche Bahn selbst im Rahmen eines Bundesprogramms Lärmschwerpunkte in Karlsruhe erfasst hat. Auch wenn Stadt und DB mit unterschiedlichen Berechnungsmethoden die Lärmschwerpunkte herausfilterten: Die ermittelten Lärmquellen decken sich. Bei der DB konnte die Stadt erreichen, dass entgegen der ursprünglichen Absicht, überwiegend nur passiven Schallschutz an den Gebäuden vorzusehen, nun an allen Lärmschwerpunkten, an denen noch keine Maßnahmen durchgeführt wurden, aktiver Schallschutz geplant ist. Die neuen Lärmschutzwände sind im Bundesprogramm "Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes" verankert und sollen 2014 realisiert werden. Dazu zählen Wände zwischen Hauptbahnhof und Sybelstraße oder in Beiertheim-Bulach zwischen Schwarzwaldstraße und Unterführung. Zudem will die Bahn für Weiherfeld-Dammerstock eine Verbesserung erzielen, indem möglichst alle Güterverkehre über das Tiefgleis abgewickelt werden.
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Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro