300. Stadtgeburtstag: Gemeinderat beschließt Gesamtkonzept
(fis) Der 300. Stadtgeburtstag soll nicht nur eine kurzfristige Feier werden, sondern nachhaltige Wirkungen für die Stadt bringen, überregionale Ausstrahlung entfalten und "die gesamte Stadt mitnehmen". Diese Grundüberlegungen zum Gesamtkonzept für das Jubiläum 2015, die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen am Dienstag dem Gemeinderat vorstellte, fanden ungeteilte Zustimmung. "Es soll kein normaler Geburtstag sein", wertete CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz das Konzept als "stabiles Fundament" mit der "Globale" im ZKM als "wichtigem kulturellen Höhepunkt". Das koste zwar "eine Stange Geld", das sei aber gut angelegt. "Ein Konzept mit Licht und Schatten", sah Dr. Ute Leidig (GRÜNE) eine zu starke Fokussierung auf Event und Tourismus anstelle eines nachhaltigen Ereignisses für die Karlsruher und die Region. "Der Kostenrahmen ist zu hoch" sprach sich Leidig dafür aus, das Gesamtbudget von 17,85 Millionen Euro, mit einem städtischen Anteil von 13,09 Millionen Euro, auf 10 Millionen Euro zu begrenzen. Dagegen begrüßte sie die zusätzlichen 1,5 Millionen Euro für die "Globale". Neben nachhaltigen Projekten wie dem Kreativpark Ostaue oder den Landschaftspark Rhein wünschte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger auch eine emotionale Nachhaltigkeit mit einer "Wirkung in die Region und darüber hinaus", ähnlich wie beim WM-Sommermärchen 2006. "Mit Jubiläumsfreude stimmt die FDP zu", begrüßte Tom Hoyem das Konzept. Es werde ein tolles Fest für Karlsruhe lokal, wenn man mehr Touristen anlocken wolle, müsse man aber internationaler denken. "Volle Zustimmung der KAL" zum Gesamtkonzept und zur internationalen Ausrichtung mit der "Globale" signalisierte Dr. Eberhard Fischer (KAL). Er sprach sich dafür aus, den Aspekt "grüne Stadt" stärker einzuarbeiten und die Identifikation mit Karlsruhe zu verstärken. "Gut am Konzept ist, dass es viele Freiräume gibt", regte Sabine Zürn (LINKE) an, die Festivitäten bis in Hinterhöfe und Spielplätze auszudehnen. Während der Festtage solle die ÖPNV-Nutzung kostenlos sein und mehr Geld in die Stadtteile fließen. "Man sollte sich auf weniger reduzieren und das gut machen" zeigte sich Friedemann Kalmbach (GfK) aber ansonsten "begeistert vom Konzept". "Die Vorlage lässt nachhaltige Wirkungen noch nicht erkennen", sah Jürgen Wenzel (FW) die "Globale" als "Lichtblick" Mit 11 Nein-Stimmen wurde das Gesamtbudget von 17,85 Millionen (Anteil Stadt 13,09 Millionen) genehmigt. Das Gesamtkonzept für das Stadtjubiläum und der städtische Zuschuss von 1,5 Millionen Euro für die "Globale" wurde bei zwei Stimmenthaltungen angenommen.
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Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro