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300. Stadtgeburtstag: Mit Stolz auf die eigene Stadt sehen

Bürger sollen mit gestalten / Bunter Festivalsommer und Globale

(bw) In drei Jahren feiert Karlsruhe den 300. Geburtstag. Das Stadtjubiläum 2015 soll ein "emotionales Jahrhundertereignis" werden. Es soll den "Bürgerstolz" wecken und die "Strahlkraft" der Fächerstadt stärken, sagte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen. Dafür hat der Gemeinderat ein Budget von insgesamt 14,6 Millionen Euro bewilligt.

Erstmals stellte die Erste Bürgermeisterin am Dienstag das Gesamtkonzept des Stadtgeburtstags den Medien vor. Was das Stadtmarketing in den vergangenen zwei Jahren mit vielen Partnern in der Stadt erarbeitet habe, sei ein "solides Fundament", auf das weiter gebaut werden könne. 2015 eröffne den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, "mit Stolz und Selbstbewusstsein auf die eigene Stadt zu schauen", so Mergen.

Die Planungen ruhen auf drei Säulen: Das Schloss als Geburtsort der Stadt wird zum zentralen Veranstaltungsort. Die Bürgerschaft soll nicht nur zuschauen, sondern das Fest aktiv mitgestalten - wie bereits im Ideenwettbewerb, aus dessen 389 Vorschlägen 15 umgesetzt werden. 2013 sollen dann auch die Stadtteile Projekte entwickeln, für die insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung stehen. Die dritte Säule bilden Projekte mit überregionaler, internationaler Ausstrahlung. Allein die 300 Tage dauernde "Globale", die vom ZKM als "Update der Multimediale" (Mergen) und Antwort auf die "documenta" in Kassel zu verstehen ist, soll 600.000 Besucher nach Karlsruhe locken. Hinzu kommen große Landesausstellungen in der Kunsthalle und im Badischen Landesmuseum.

Das Herzstück des Jubiläumsfestes bildet der Festivalsommer rund um das Schloss. Er dauert 15 Wochen: vom 17. Juni, dem Datum der Grundsteinlegung für den Schlossturm, bis zum 24. September, dem Tag, an dem der Privilegienbrief erlassen wurde. Eröffnen wird den Jubiläumssommer eine "Geburtstagsperformance", ein öffentliches Fest, zu dem der Karlsruher Performance-Designer Enno-Ilka Uhde eine fulminante Choreografie vorgeschlagen hat: Auf einer Bühne in Form einer Pyramide wird im Schlosspark die Geschichte der Stadt inszeniert. Rund 1000 Bürgerinnen und Bürger wären daran beteiligt. Zum Abschlussfest "wandert" die Bühne dann vor das Schloss - und die Besucher gruppieren sich mit Leuchtkörpern zu einer gigantischen "300", die aus großer Höhe sichtbar wird.

Während des Festivalsommers soll ein multifunktionaler Pavillon im Schlossgarten zum Forum für das Stadtjubiläum werden. Mehrere namhafte Büros aus dem In- und Ausland haben dazu bereits ihre Vorstellungen eingebracht. Auch zur allabendlichen Projektion auf die Schlossfassade und der Gestaltung von Schlossplatz und Zirkel liegen dem Stadtmarketing Vorstudien renommierter Künstler vor.

Bei allen Überlegungen sei "die Nachhaltigkeit ein wesentliches Element" des Stadtjubiläums, betonte Mergen. Zum einen durch die investiven Masterplan-Projekte, wie etwa Landschaftspark Rhein, Kreativpark Alter Schlachthof oder Zoo. Nachhaltig könnten auch Veranstaltungsformate wie etwa die Globale sein, oder der Anspruch, CO2-neutral zu feiern. Nachhaltigkeit bedeute aber auch, noch nach Jahren vom "gelungenen Stadtjubiläum" zu sprechen. Deshalb sei der Stadtgeburtstag auch eine "Investition in die Zukunft", so Mergen.




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Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro