Zoo: Neues Gehege für ZwergotterFans dürften den vier Brüdern sicher sein
(rie) Nanu, das Gehege oberhalb der Seelöwenanlage, in dem die Fenneks zu Hause waren, sieht ja ganz anders aus! Aufmerksamen Zoobesuchern ist nicht entgangen, dass ein Gehege der Kleinsäugeranlage von Tierpflegern und Zoohandwerkern völlig umgestaltet wurde: Der Wasserlauf wurde saniert, Drainage-Schichten aus Kies wurden eingebracht, eine terrassenförmige Landschaft modelliert, Rollrasen gelegt sowie Felsen, Baumstämme und Gräser integriert. Und wer etwas Geduld mitbringt oder einfach Glück hat, kann nun höchst possierliche Tiere beobachten. Denn entstanden ist ein neues Gehege für Zwergotter. Die vier Tiere durften - nach einer notwendigen Quarantänezeit in Innenbereichen - ihr Außengehege mittlerweile "begutachten". Das Quartett stammt aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck. Die vier Brüder - aus Würfen von 2010 und 2011 - gehören der gleichen Familie an und verstehen sich daher prächtig. Zwergotter stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der Zoo hat sich für die Haltung der männlichen Tiere entschlossen, um so die Zuchtgemeinschaft zu entlasten. Denn in der Zucht werden gleich viele männliche wie weibliche Tiere geboren, was dazu führt, dass es - wie in vielen derzeitigen Erhaltungszuchtprogrammen - "Männer-Überschuss" gibt. Zwergotter sind die kleinsten Otter mit einem Gewicht von drei bis fünf Kilogramm. Die Tiere haben stark reduzierte Krallen. Geschickt können sie ihre Beute - vor allem Schnecken und Krebse - festhalten. Da ihre Schwimmhäute kaum ausgebildet sind, können sie ihre einzelnen Finger sehr gut bewegen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet sind große Teile Südostasiens.
|
Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro