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TGV: Fünf Jahre deutsch-französischer Hochgeschwindigkeitsverkehr nach Paris

Erfolgsgeschichte für TGV-Knoten Karlsruhe/OB Fenrich für weiteren Streckenausbau

(fis) Am 10. Juni 2007 machte der französische TGV auf der Fahrt von Paris nach Stuttgart erstmals im Karlsruher Hauptbahnhof halt. Heute verbinden die Hochgeschwindigkeitszüge Deutschland und Frankreich bis zu 20 Mal am Tag. 6,3 Millionen Fahrgäste wurden in fünf Jahren insgesamt befördert, allein 620.000 Reisende waren zwischen Karlsruhe und Paris unterwegs.

Bei einer Pressekonferenz zum Jubiläum am Freitag, 8. Juni, in Karlsruhe sprach Frank Hoffmann, Geschäftsführer der Alleo, gemeinsames Tochterunternehmen der Deutschen Bahn und der französischen Staatsbahn SNCF, von "einer Erfolgsgeschichte für den Schienenverkehr zwischen Deutschland und Frankreich". Auf der Strecke Paris - Stuttgart habe man mit 56 Prozent Marktanteil die Flugverbindungen schon überholt.

Ab Dezember mehr Kapazität

Wegen der weiter steigenden Nachfrage auch von französischer Seite werden an den Herbstwochenenden, also zur attraktiven Städtereisezeit mit Wiesn und Wasen, zusätzliche Züge eingesetzt. Eine generelle Kapazitätserhöhung bringt der Fahrplanwechsel im Dezember: Ab dann ist ausschließlich der doppelstöckige TGV mit 509 Sitzplätzen (bisher 361) im Einsatz.

Stärkung für Wirtschaftsstandort Karlsruhe

"Die kontinuierlichen Zuwachsraten im deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverkehr stärken auch den Wirtschaftsstandort Karlsruhe und erhöhen die Lebensqualität der hier lebenden Menschen", sah OB Heinz Fenrich ebenso eine Erfolgsgeschichte für den TGV-Knoten Karlsruhe. Mit dem Start des TGV Rhin-Rhône "Frankfurt-Karlsruhe-Marseille" im März sei Karlsruhe die einzige deutsche Stadt, die von zwei TGV-Verbindungen profitiere.

Karlsruhe einzige TGV-Knoten in Deutschland

"Der Erfolg des Hochgeschwindigkeitsverkehrs bestätigt mich aber auch als Vorsitzender der Initiative Magistrale für Europa in meinem langjährigen Engagement für die schnelle Schiene entlang der Bahnachse Paris-Karlsruhe-Bratislava-Budapest", so Fenrich weiter.

"Derzeit verkehrt der TGV Rhin-Rhône zwischen Frankfurt, Karlsruhe und Marseille nur einmal täglich", erwartet der OB, "dass die Erfolgsgeschichte des deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs nicht zu Ende geschrieben ist". Für eine Verdichtung des Angebots und schnellere Verbindungen seien aber auch auf deutscher Seite Investitionen ins Schienennetz unabdingbar.

Investitionen in Deutschland nötig

Hierzu gehörten der rasche Baubeginn beim "Rastatter Tunnel" wie Planung und Finanzierung des Abschnitts Kehl-Appenweier. "Ich bedaure sehr, dass die für Kehl-Appenweier von der Europäischen Union zur Verfügung gestellten Zuschüsse nicht genutzt wurden", weist Fenrich darauf hin, dass Frankreich die letzte Lücke der Schnellstrecke zwischen Baudrecourt und Strasbourg im Frühjahr 2016 geschlossen haben wird. Aus Karlsruhe reist man dann nicht in drei, sondern schon in zweieinhalb Stunden nach Paris.




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