Wirtschaft: Weinbrennersaal sah dritten Hafenkongress"Port Party" diente der Kommunikation (erg) Zum dritten Mal haben sich am 24. und 25. Mai im Weinbrennersaal Entscheider und Führungskräfte der Binnenschifffahrtsbranche, der Logistik- und Transportwirtschaft, anerkannte Verkehrsexperten sowie Vertreter aus Verwaltung und Politik zum Internationalen Karlsruher Hafenkongress getroffen. Diesmal waren 247 Gäste gekommen. Damit war das der bislang größte Hafenkongress. Zuerst stand Thematisches auf dem Programm. So diskutierten die Kongressteilnehmer etwa über Zukunftstrends im Güterverkehr, wie sie der Verkehrswissenschaftler Prof. Dr. Alexander Eisenkopf von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen sieht. Eisenkopf stellte fest, dass die Politik bei der Entwicklung der Infrastruktur im Güterwesen - und hier vor allem bei den Binnenhäfen - schwer versagt habe. Dennoch hatte zuvor Ministerialdirektor Hartmut Bäumer vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg eine Lanze für die Binnenschifffahrt gebrochen. Auch, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist. Andere Kongressvorträge befassten sich unter anderem mit neuen Entwicklungen im Hafen Rotterdam oder am demnächst in Betrieb gehenden Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Eine Podiumsdiskussion am Ende des zweiten Tages rundete den dritten Internationalen Karlsruher Hafenkongress ab. Mindestens ebenso große Bedeutung aber wie die inhaltliche Arbeit hatte die Kommunikation zwischen den Teilnehmern. Davon ist Hafendirektorin Patricia Erb-Korn überzeugt. Vor allem die "Port Party" am Abend des ersten Kongresstages auf dem Fahrgastschiff "Karlsruhe" hatte vielen Kongressteilnehmern die Möglichkeit gegeben, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen freute sich bei der Eröffnung, dass Gäste aus vielen europäischen Ländern in Karlsruhe waren und so der Kongress seinem internationalen Anspruch gerecht wurde. Erb-Korn ist überzeugt, dass ein Antrag der Oberrheinhäfen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, Förderung von der EU zu erhalten, nur deshalb zustande kam, weil man sich von den Hafenkongressen kennt.
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