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Draistag: Tipps bei Superfahrradwetter

(rie) "Na, wie viel bist Du denn bereit zu investieren?" Um am Stand der evangelischen Landeskirche Baden eine Trinkflasche zu ergattern, wollte der zehnjährige Knirps heftig in die Pedale treten und 1,2 Kilometer Strecke zurücklegen - wie steil es hoch und runter ging, zeigte ihm der mit dem Rad verbundene Bildschirm. Einen Helm hatte er bereits dabei - denn zuvor hatten er und seine Klasse den Verkehrsparcours absolviert.

Aufgebaut hatten ihn zum Draistag vor zwei Wochen Mitarbeiter der Michelin Reifenwerke und des ADAC Nordbaden auf dem Friedrichsplatz. Rund 200 Kinder testeten ihre Geschicklichkeit im Radfahren den Tag über aus - als Belohnung gab es einen Helm. Da bildete sich am Startpunkt schon mal eine Schlange, wie auch beim SRH Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum Karlsbad. Bis zu 200 Räder nahmen die angehenden Monteure unter die Lupe. Bei optimalem Fahrradwetter gefragt waren auch die übrigen Angebote des Fahrradtages, etwa die Fachberatung und die Tipps der Radtourismus-Experten.

Bildervorträge, Radreisen weltweit oder auch die Helmpflicht waren Themen auf der Bühne. Letztere griffen auch Gesprächsteilnehmer bei der Podiumsdiskussion zum Thema Rad-Sicherheit auf.

Helm auf, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme: Darauf hebe er in "verkehrserzieherischen Gesprächen" immer ab, meinte etwa Wilfried Frietsch von der Verkehrserziehung der Polizei Karlsruhe. Gegen eine "Panzerung des Radfahrers" sprach sich Michael Adler von der Agentur fairkehr aus, entscheidend sei, die Infrastruktur entsprechend der Radzunahme auszubauen. Sein Eindruck: Karlsruhe versuche in diesem Sinne Schritt zu halten.

"Wir wollen den Verkehrsraum vernünftig zwischen den Verkehrsarten aufteilen", betonte denn auch Bürgermeister Michael Obert. Dies sei, so Christian Büttner vom ADFC Kreisverband Karlsruhe, in der Stadt mittlerweile spürbar, auch wenn er noch Strecken mit Handlungsbedarf nennen konnte.

Ein neues Rad wollte sich Brigitte Theuerkorn anschauen. Diesen Wunsch erfüllte ihr Bernd Ibach von der AOK. Er überreichte der 65-jährigen Hauptgewinnerin der Verlosung einen Gutschein für ein Rad im Wert von 1.000 Euro.




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