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Fächerbad: Drei Bauabschnitte für Kombibad

Architekturbüro Rossmann + Partner setzt sich bei Wettbewerb durch

(Lä) Stolze 30 Jahre hat das Fächerbad auf dem Buckel. Bei notwendigen Sanierungen will die Stadt es aber nicht lassen. Geplant ist ein kompletter Umbau des Hallenbades zu einem Kombibad mit einer neuen Saunalandschaft bis frühestens 2020.

Mit dem Facelifting und der neuen praktischen Funktion des Bades wird das Karlsruher Architekturbüro Rossmann + Partner beauftragt. Die Architekten setzten sich bei einer europaweiten Ausschreibung gegen 22 in die engere Wahl gekommenen Konkurrenten durch. 50 Büros hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Auf den ersten Blick sei der Rossmann-Entwurf ein Vorschlag "ganz ohne planerische Aufregung" meinte Anne Sick, Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft. Weil das Konzept aber auch keinen planerischen Fehler zeige, alle Funktionen richtig zuordnet, kompakt, sparsam und wirtschaftlich sei, habe es sich als "beste Lösung" selbst erklärt.

Die Modernisierungskur sieht vor, das Sport- und Familienbad zu einem Kombibad umzubauen. Dabei wird das Hallenbad mit einer weiteren Schwimmhalle in den vorhandenen Freianlagen ergänzt. Ein Membrandach soll im Winter die Halle schließen, mit viel Lichtdurchlässigkeit ein Freibad ähnliches Flair aber erhalten.

Eine klare Orientierung, einfache, barrierefreie Wegeführungen auch zu der Tribüne sowie ein freundliches, repräsentatives Foyer waren Ansprüche des Preisgerichts, denen allein Rossmann + Partner mit ihrem Entwurf entsprachen. Sein Team habe die Wahl gehabt, etwas "Spektakuläres" oder "Selbstverständliches" auszutüfteln, sagte Rossmann + Partner - Architekt Götz Biller. Mit seiner Entscheidung, so Anne Sick, habe sich das Büro "auf sehr hohem Niveau" durchgesetzt. Rund 15 Millionen Euro koste der Umbau - Stand 2010 ohne Berücksichtigung der absehbaren Teuerungsraten. Bürgermeister Martin Lenz betonte, am Bäderkonzept werde auch bei einem zu erwartenden Haushaltsdefizit festgehalten. Die Bedeutung des Fächerbades für Karlsruhe sehe er auch in der Vernetzung zum lokalen Sport. Das Projekt sieht drei Bauabschnitte vor, die mit dem Abriss der Gymnastikhalle und dem Bau der neuen Schwimmhalle plus Umkleiden beginnen. Während der Bauarbeiten bleibt das Bad geöffnet.

Alle Architekturentwürfe sind bis 18. Mai in der Kaiserstraße 100 im ehemaligen Postscheckamt, Eingang Karl-Friedrich-Straße, ausgestellt. Öffnungszeiten montags bis freitags 10 bis 17.30 Uhr, an Christi Himmelfahrt geschlossen.




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