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Kombilösung: Infos aus erster Hand

Casazza und Konrath standen bei Forum Rede und Antwort

(res) Über ein volles Haus konnte sich Erste Bürgermeisterin Margret Mergen freuen, als sie am Dienstagabend das Forum Kombilösung im Infopavillon "K." eröffnete. Hier gab es aktuelle Informationen aus erster Hand von den Geschäftsführern der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig), Dr. Walter Casazza und Uwe Konrath.

So erfuhren die "K."-Besucher und -Besucherinnen, dass am Europaplatz die Gleisanlagen in der zweiten Juni-Hälfte auf den fertigen Deckel montiert werden können. Dann seien, so Konrath weiter, am Gleisdreieck wieder alle Richtungen befahrbar. Im Bereich Lammstraße seien gerade erfolgreich Pumpversuche durchgeführt worden und am Durlacher Tor sei am nordwestlichen Zugang der Rohbau bereits fertig. "Die Schlitzwandarbeiten am Ettlinger Tor wurden vor zwei Wochen abgeschlossen", informierte Konrath. Am Marktplatz werde es 2012 "noch keine Aktivitäten" geben. Anfang 2014 solle mit der Vergabe der Arbeiten für die Kriegsstraße begonnen werden. Insgesamt verschiebe sich die Inbetriebnahme der Kombilösung um ein Jahr. "Man ist vor Überraschungen nicht gefeit", gab der Geschäftsführer zu bedenken. Zurzeit gehe die Kasig von Gesamtkosten in Höhe von 640 Millionen Euro aus.

Zum Stichwort Endabrechnung bestätigte Casazza, dass das Bundesprogramm des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes 2019 auslaufe. "Wir wollen vorher fertig sein, gehen aber davon aus, dass der ÖPNV weiterhin gefördert wird", erläuterte er. "Und was passiert bei einer Störung im Tunnel?", wollte ein Zuhörer wissen. Da gebe es eine Leitstelle im Hintergrund sowie Notfallkonzepte, antwortete Dr. Casazza und verwies außerdem auf eine Simulation, die die Kasig durchgeführt habe. Sie habe ergeben, dass das Gesamtsystem auch bei Verspätungen stabil bleibe. Zwar könne es vor den Haltestellen Warteschlangen von ein bis drei Bahnen geben, aber Verzögerungen würden wieder abgebaut. Außerdem arbeite die Kasig an einem System, das die Signale so schalte, dass überhaupt nur "ein Minimum an Verspätungen entsteht."




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