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Messe Karlsruhe: Gute Nachfrage sorgt für steigende Umsätze

Zunehmende Bedeutung als Wirtschafsfaktor der Region

(fis) "Die KMK ist mehr als nur Messe und Kongresse" machte die Aufsichtsratsvorsitzende Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei der Jahrespressekonferenz der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) mit den Geschäftsbereichen Messe, Kongress, Events und Tourismus am Dienstag deutlich. In den Gebäuden am Festplatz, der Europahalle und der Messe erzielte die KMK 2011 einen Umsatz von 20,1 Millionen Euro (2010:18,1).

Insgesamt 319 Veranstaltungen (+18), davon 42 Messen (-5) und 142 Kongresse (+ 18) mit rund 750 000 Besuchern (+ 30 000) brachten eine elfprozentige Verbesserung des Jahresergebnisses gegenüber 2010. "Wir haben deutlich zugelegt" sah Mergen "eine deutlich positive Tendenz". So vermeldet die KMK die höchste Anzahl von Kongressen seit 2008 sowie eine überdurchschnittlich hohe Umschlagshäufigkeit der vermieteten Flächen. Dennoch wurde wie im Vorjahr ein Fehlbetrag von 12, 7 Millionen Euro (4,1 Millionen Miete, 3,7 Millionen Verwaltungs- und Investitionskosten, 4,9 Millionen Gebäudeunterhalt) ausgewiesen. Dabei dürfe man aber die nachhaltigen Auswirkungen auf Hotellerie, Gastronomie und das Dienstleistungsgewerbe nicht außer Acht lassen. Am klarsten belege dies der Zuwachs der Übernachtungszahlen seit dem Bau der Messe: Waren es 2003 knapp 600 000 Übernachtungen, stieg die Zahl stetig bis auf fast eine Million im letzten Jahr. "Ein Zuwachs von rund 60 Prozent. Die KMK ist längst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region, die für einen Ausgabeimpuls von rund 100 Millionen Euro und für 1 800 direkte und indirekte Arbeitsplätze" stehe, so die Erste Bürgermeisterin.

Zu den Aushängeschildern bei den Messen gehörten im letzten Jahr wieder die art, mit steigenden Besucherzahlen, die LEARNTEC, die sich gegenüber bundesweiter Konkurrenz als Leitmesse behauptete, und die offerta mit 140 000 Besuchern. "Aber auch junge Brands wie die Nufam, die Cloudzone oder die EUNIQUE sind nach kurzer Zeit schon gut im Markt eingeführt", weist die Sprecherin der Geschäftsführung, Britta Wirtz, auf die erfolgreich praktizierte Strategie hin, Eigenmessen in den Bereichen IT- und Kreativwirtschaft zu entwickeln und zu etablieren. Bei den Kongressen konzentriere man sich auf "Karlsruher Themen" wie Wissenschaft, IT, Recht, Medizin und Politik. Die vorgesehene Auffrischung der Stadthalle soll auch hierfür ein Zeichen setzen. "Die Millionengrenze bei den Übernachtungen schaffen wir in diesem Jahr", ist KMK-Geschäftsführer Klaus Hofmann angesichts der positiven Entwicklung sicher. So erwartet die KMK einen erneuten Anstieg des Umsatzes auf 24 Millionen Euro. "Zu Hoch-Zeiten, gibt es schon Engpässe im Unterbringungsgewerbe", ist er froh, dass zumindest ein Hotelneubau beim Messegelände bald realisiert wird. "Guter Hoffnung" ist der KMK-Geschäftsführer auch bei den laufenden Verhandlungen mit dem ZDF: Im nächsten Jahr soll "Wetten, dass..." wieder aus der dm-Arena übertragen werden.




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