Klimaschutz: Ohne Licht und HeizungVogesenschule startet in Klimaschutzprojekt
(fis) Ausgestattet mit Teelichtern, warmen Getränken und molliger Kleidung kamen die Schülerinnen und Schüler der Vogesenschule am Mittwoch in die Schule. Der Grund: Heizung und Strom waren abgeschaltet, weil die Vogesenschule mit einem Nullenergietag in das Klimaschutzprojekt "EinSparProjekt" startete. Vorbereitet hatte den Einstieg die 8. Klasse mit Ihrem Klassenlehrer Dominik Klein. Unterstützung mit Infomaterial und Messgeräten bekamen sie dazu noch von der Klimaschutzmanagerin Corinna Berger vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), die das an 48 Karlsruher Schulen laufende Klimaschutzprojekt betreut. Vor allem die Messgeräte, mit denen die absinkende und später wieder ansteigende Raum- und Wandtemperatur verfolgt werden konnte, waren dabei besonders willkommen. Zusammen mit der Rektorin Heike Bohr und der HGW-Leiterin Anne Sick machten sich die Achtklässler am Mittwoch dann auf den Weg durch alle Schulklassen, um dort für den sorgsameren Umgang mit der Energie zu werben und die Wahl von jeweils zwei Klassenenergiemanagern durchzuführen. "Ihr müsst darauf achten, dass das Licht nicht unnötig brennt, die Heizung nicht zu hoch eingestellt ist und dass nur stoßgelüftet wird" wurden die neuen Klassenmanager auf die größten Energiefresser hingewiesen. Zudem erhielten Sie einen Thermometer als Kontrollinstrument für Ihre Aufgabe. "Ein Grad weniger Raumtemperatur bringt etwa sechs Prozent Energieeinsparung", erläuterte Anne Sick, warum die Stadt Karlsruhe alleine mit den Klimaschutzprojekten in den Schulen Energieeinsparungen von rund 15 Prozent erwartet. Derzeit belaufen sich die Energie- und Wasserkosten der im EinSparProjekt aktiven Schulen auf rund 3.760.000 Euro pro Jahr. In der dreijährigen Projektzeit werden Einsparungen von rund 740 000 Euro und 5.400 Tonnen CO2 erwartet. Ansporn und positiver Nebeneffekt für die teilnehmenden Schulen: Sie werden an den jeweils erzielten Einsparungen mit 40 Prozent beteiligt. Daneben setzt man auf die Schüler als "Multiplikatoren", die auch außerhalb des Schulalltags den Klimaschutz- und Spargedanken weiter verbreiten. Während sich die Begeisterung über den Nullenergietag bei den Neuntklässlern deutlich in Grenzen hielt, sie fanden es "eher langweilig ohne Strom" weil "dann auch kein PC geht" und es "kalt ist", waren die kleineren Vogesenschüler, trotz des ungewohnt temperierten Klassenzimmers, "Feuer und Flamme" für das Thema Energie. So machten sich die Zweitklässler eher darüber Sorgen, wie man Maultaschen ohne Strom warm macht, "weil sie roh ja nicht schmecken", wie man zu einem warmen Tee kommt oder freuten sich einfach darüber, nicht zu frieren, weil sie "ja so schön warm angezogen sind".
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