Stolpersteine: Bürgervereine suchen SponsorenFörderverein Karlsruher Stadtgeschichte übernimmt Koordination
(erg) Der Förderverein Karlsruher Stadtgeschichte hat jetzt die örtliche Verantwortung für die Stolperstein-Aktion des Kölner Künstlers Gunter Demnig übernommen. Eine
Arbeitsgruppe des Fördervereins unter Leitung des ehemaligen CDU-Stadtrats Dr. Hans-Jürgen Vogt koordiniert künftig die Verlegungen und hat dazu die Karlsruher Bürgervereine mit
ins Boot genommen.
Diese Bürgervertretungen haben sich einhellig dazu bereit erklärt, in ihren Stadtteilen nach Häusern zu suchen, in denen Opfer des Nationalsozialismus vor ihrer Verschleppung und Ermordung gelebt hatten. Und sie sorgen auch für Sponsoren, um die jeweils rund 120 Euro pro Stolperstein zu finanzieren. Pro Jahr möchte ein Bürgerverein die Patenschaft für eine Verlegungsaktion übernehmen. Den Anfang macht der Bürgerverein Altstadt. Das "Dörfle" wurde vor 200 Jahren in die neue Stadt Karlsruhe eingemeindet. In dem Stadtteil mit seiner eher armen Bevölkerung haben, so der ehemalige Stadthistoriker Dr. Manfred Koch, vergleichsweise viele Juden gelebt. Es stellt sich allerdings die Schwierigkeit, dass in den 1970er Jahren per Flächensanierung viele alte Dörfle-Häuser verloren gegangen sind, wie Heinrich Alois Schillinger vom Bürgerverein Altstadt anmerkt. Dennoch hat man sich auf die Suche nach Orten zwischen der Innenstadt und dem Durlacher Tor gemacht, an denen Demnig bei seinem nächsten Besuch in Karlsruhe im Spätsommer Stolpersteine setzen kann. Wer Ideen hat oder sich als Sponsor beteiligen möchte, meldet sich bei Schillinger unter Telefon 0721-37 48 59 oder per Mail: h.schillinger(at)gmx.de.
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