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Verkehr: Asphalt recycelt

Tiefbauamt erneuerte Elfmorgenbruchstraße

(cas) Die bisher mit holprigen Abschnitten in Zusammenhang gebrachte Elfmorgenbruchstraße wurde erneuert und ist seit einigen Tagen auf angenehm glatte Weise wieder befahrbar. Bei der 1,3 Kilometer langen Strecke wurde ein Verfahren angewendet, das es in Karlsruhe noch nicht gab: Die alte Tragschicht wurde recycelt - und gleich wieder eingebaut. Im süddeutschen Raum ist diese Bauweise kaum bekannt. "Die Asphaltsubstanz wird aufbereitet, sodass eine funktionierende Tragschicht entsteht", erklärte Gerhard Schönbeck, Leiter des Tiefbauamtes (TBA) das "In-Situ-Verfahren". Ein 80 Tonnen Schwergewicht fräst den Asphalt auf, bedeckt das lockere Material mit einer Zementschicht und nimmt es im Anschluss komplett auf. Die Maschine mischt Wasser und Bitumenemulsion dazu und trägt die Masse auf, eine Walze verdichtet das Material. Danach wird Asphalt als oberste Schicht aufgetragen. Die Straße ist so etwa zehn Zentimeter höher. "Vor allem für Verbindungsstraßen" sieht Schönbeck weiteres "Anwendungspotenzial".

Insgesamt lagen die Kosten bei rund 700 000 Euro. Allein aufgrund der entfallenen Entsorgungskosten lag die Ersparnis bei 150 000 Euro. Da die untersten Schichten nicht angetastet wurden, kommen weitere Kostenersparnisse dazu. Für TBA-Bauleiter Jürgen Volz sprechen neben wirtschaftlichen Argumenten auch ökologische Gesichtspunkte für das Verfahren. "Teer ist das Hauptproblem im Straßenbau", erläuterte er. Nicht selten würde bis zur Hälfte der Gesamtkosten auf die Entsorgung des alten, mit schädlichen Inhaltsstoffen (PAK) belasteten Straßenbelags entfallen. Durch das Asphaltrecycling würden diese Stoffe umhüllt und so weder eingeatmet noch von Regenwasser gelöst. Diese neue Art des Straßenbaus stieß auch in Fachkreisen auf Interesse. So begleitete die Universität Karlsruhe (KIT) das Projekt mit Voruntersuchungen. Auch Fachleute anderer Straßenbauämter aus der Region schauten sich vor Ort die neue Verfahrenstechnik an.




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