Lichterfest: Wenn der Stadtgarten leuchtet
(res) Bunte Lichterzier an Bäumen lässt nicht nur zur Weihnachtszeit Kinderaugen leuchten, auch an einem heißen August-Abend sorgen flackernde Farbtupfer auf Grün für große Begeisterung. Und dies nicht nur bei Kindern. Groß und Klein strömten am Samstagabend zum 43. Lichterfest in den Zoologischen Stadtgarten und tauchten ein in ein Lichtermeer aus 25 000 Pergament-Leuchtbechern, 5 000 Lampions und 21 000 Glühbirnen. Da glitt eine überdimensionale Schwanenfamilie gelb leuchtend über den Stadtgartensee, bunte Papageien hockten hoch oben auf den Ästen und vor dem Japan-Garten spie ein Drache Lichtschein in die Nacht. Der Ansturm war so groß, dass sich an allen Kassen lange Schlangen bildeten. Auch die Seebühne kam an Kapazitätsgrenzen und die mit bunten Leuchtbechern gesäumten Wege waren für den nicht versiegen wollenden Besucherstrom eigentlich zu viel schmal. "Die Leute haben darauf gewartet, dass das Lichterfest wieder stattfindet", erläuterte Helmut Kern, Leiter des Gartenbauamts, dass das Lichterfest seit 2009 als Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts nur noch alle zwei Jahre stattfindet. Auch der Vorabend zum Lichterfest sei seht gut besucht gewesen, so Kern. Laut Gartenbauamt wurden am Freitagabend rund 500 Tickets verkauft, am Samstagabend waren es dann sage und schreibe 10 635. Noch höher als die Kinderwagendichte war die Zahl fotografierender Zeitgenossen: Ob mit Stativ oder ohne, allerorten klickten Auslöser um die Wette, um die schöne Stimmung auf einem Bild festzuhalten. Bei jungen Besuchern heiß begehrt waren Drehwirbler, die Lichtkugeln um einen Stab rotieren ließen, Neon-Leuchtschwerter auf fernen Galaxien oder auch blinkende Hasenohren, die sicherlich bei dem einen oder anderen Zoobewohner für Irritationen gesorgt haben. Eine Gruppe Entenvögel hatte jedoch die Ruhe weg und reihte sich im Gänsemarsch einfach in den Besucherstrom ein.
|
Stadt Karlsruhe 2011 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro