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Stadtplanung: Lärmschutz für Gebiet Klam/Illwig

(rie) Die Stadt will daran festhalten, in Stupferich mit dem Gebiet "An der Klam/Illwig" vor allem für junge Familien Baugrundstücke zur Verfügung zu stellen. Daher beschloss der Planungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert letzte Woche mehrheitlich, beim Lärmschutz nachzubessern.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatte den Bebauungsplan "An der Klam/Illwig" im Juni im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens für unwirksam erklärt, weil mit dem Plan vor allem die Gärten und Terrassen nicht ausreichend vor Lärm geschützt werden. Diesem Mangel wird die Stadt nun mit einer Lärmschutzwand abhelfen. Diese verläuft westlich des Kreisverkehrs entlang des Fuß- und Radweges. Um ein Heckenbiotop zu schützen, wird die drei Meter hohe Wand nicht direkt an die Kreisstraße gesetzt. Um dennoch möglichst nahe an der Lärmquelle zu stehen, ist die Lärmschutzwand auf der südlichen Seite des Weges vorgesehen. Nordöstlich des Kreisverkehrs wird der Lärmschutz dann direkt an der Straße angeordnet, da so die größte Wirkung erzielt wird. Hier reichen 2,50 Meter Höhe. Vom aktiven Schallschutz einmal abgesehen, soll die ursprüngliche Planung im neuen Bebauungsplan weitgehend beibehalten werden. Allerdings soll nun die ursprünglich einmal vorgesehene Durchfahrt zum bestehenden Wohngebiet "Pfefferäcker" ausgeschlossen werden. Außerdem wird es in einzelnen Baubereichen vermehrt Einzel- und Doppelhäuser geben. Hier reagiert die Stadt auf Wünsche von Grundstückseigentümern. Mit der Bürgerbeteiligung, die für Anfang 2011 vorgesehen ist, wird das Verfahren weitergeführt.

Um Lärmschutz ging es auch beim Bebauungsplan "Lachenweg (Wohnen am Wasser)". Im Oktober hatte der Gemeinderat für das Hagsfelder Gebiet den Einleitungs- und Auslegungsbeschluss gefasst, dabei aber gebeten, dass die Themen Lärmschutz und Einsatz von Solarenergie nochmals betrachtet werden. Im Planungsausschuss diskutiert wurden verschiedene Varianten für den Lärmschutz, außerdem stellte die Verwaltung das Energiekonzept des Vorhabenträgers vor. Beim Lärmschutz sprach sich der Ausschuss für die Empfehlung des Gutachters aus und damit für eine 3,60 Meter hohe Gabionenwand auf der Böschung entlang der L 560. Zusätzlich sind passive Lärmschutzmaßnahmen notwendig für die Obergeschosse der ersten Baureihe zur L 560 hin.

Das Gebiet soll mit einer unterirdischen Energiezentrale versorgt werden. Diese setzt für den Normalbetrieb auf eine Pelettanlage und damit auf erneuerbare Energien. Für die Spitzenlasten kommt ein flüssiggasbetriebener Kessel zum Einsatz. Der Vorhabenträger beabsichtigt, die Gebäude mit einem erweiterten Energiestandard zu errichten, was in einem Durchführungsvertrag noch fixiert wird. Mit dem Energiekonzept erklärte sich der Planungsausschuss einverstanden.

Im öffentlichen Teil beschloss das Gremium einstimmig, den Bebauungsplan "Oberreut, Änderung im Bereich Otto-Wels- und Rudolf-Breitscheid-Straße" aufzustellen. Intention ist, auf einer Brachfläche mitten im alten Teil von Oberreut ein Zentrum für integriertes Wohnen mit Betreuungs- und Pflegeangeboten, kleinen Büro- und Gewerbeeinheiten, Läden und Gastronomie zu entwickeln. Idee ist zudem, den bestehenden kleinen Supermarkt besser zu platzieren.




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