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Unicef-Kinderstadt 2010: Flutopfern in Pakistan helfen

OB Fenrich ruft zu Spenden auf / Linsenhoff dankt Karlsruhe

(res) Den Kindern in Karlsruhe und in der Welt zu helfen - das ist Ziel der Unicef-Kinderstadt 2010. Angesichts der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan hat sich die Stadt Karlsruhe nun entschlossen, nicht nur Haiti, Niger und Burundi sondern auch dem Land am Indus zu helfen und es in die Reihe der unterstützten Hilfsprojekte aufzunehmen. "Es war mein großes persönliches Anliegen, dass sich auch Karlsruhe als Unicef-Kinderstadt 2010 für die Flutopfer engagiert", erklärte Oberbürgermeister Heinz Fenrich kürzlich bei einer Pressekonferenz, zu der die stellvertretende Vorsitzende von Unicef Deutschland, Ann Kathrin Linsenhoff, nach Karlsruhe gekommen war. "Die Not in Pakistan ist unvorstellbar groß. Es ist wichtig, jetzt etwas zu tun", appellierte Linsenhoff, für die Flutopfer zu spenden.

Wie Unicef mitteilt, werden für die Soforthilfe in den pakistanischen Überschwemmungsgebieten allein fünf Millionen Wasserreinigungstabletten und drei Millionen Päckchen mit Zucker-Salz-Mischung gegen Durchfall benötigt. Weitere drei Millionen Kinder müssen dringend mit sauberem Trinkwasser, einfachen sanitären Einrichtungen und Hygienebedarf versorgt werden. "Sonst drohen Seuchen", machte Linsenhoff deutlich. Von den schätzungsweise 2,4 Millionen Kleinkindern im Notgebiet wurden mit Unicef-Hilfe bereits 270 000 gegen Masern und 350 000 gegen Polio geimpft, allerdings müssen weitere 1,5 Millionen noch einen Impfschutz erhalten und mit stärkendem Vitamin A versorgt werden.

"Wir in Karlsruhe sind als Unicef Kinderstadt ganz besonders aufgefordert, uns für die Kinder in aller Welt einzusetzen", wendet sich das Stadtoberhaupt an alle Karlsruher und Karlsruherinnen: "Lassen Sie uns gemeinsam den Kindern in Pakistan helfen. Jede Spende, ob klein, ob groß, hilft den Menschen im Katastrophengebiet und unterstützt die Soforthilfe von Unicef." "Alle Spenden", so Fenrich weiter, "die bis Ende September eingehen, werden wir Unicef für Pakistan-Hilfsprojekte überweisen." Bis Anfang September waren insgesamt 167 900 Euro auf das Spendenkonto der Unicef-Stadt eingegangen, davon 10 100 Euro für Pakistan. Ann Kathrin Linsenhoff bedankte sich bei allen Aktiven in Karlsruhe dafür, was sie bislang in Sachen Unicef-Kinderstadt auf die Beine gestellt haben. So berichtete Ursula Grass von der Unicef-Arbeitsgruppe Karlsruhe, dass seit vergangenem Dezember rund 140 Aktionen im Rahmen der Unicef-Kinderstadt stattgefunden haben. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sei eng und gut, so Grass.

"Jeder Mensch zählt", machte Linsenhoff deutlich, dass auch schon kleine Spenden helfen können. Unicef sei seit 1948 in Pakistan aktiv und habe zurzeit rund 300 Helferinnen und Helfer vor Ort, warb die stellvertretenden Unicef Deutschland- Vorsitzende um Vertrauen. Mehr als 375 000 Kleinkinder sowie 80 000 Schwangere und Stillende sind laut Unicef bereits mit Zusatznahrung versorgt worden. Weitere 800 000 Kinder und 1,2 Millionen Frauen brauchen jedoch noch dringend diese Zusatznahrung. Ein Päckchen kostet 50 Cent und kann Leben retten.

Spendenkonto der Unicef-Kinderstadt für die Flutopfer in Pakistan: Sparkasse Karlsruhe, Konto: 98 98 98 2, BLZ: 660 501 01.




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