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Denkmaltopografie: Warten auf Landesgeld


(cal) Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung unter Leitung von OB Fenrich die Verwaltung mehrheitlich bei 14 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beauftragt, zur Erarbeitung einer Denkmaltopografie für den Stadtkreis Karlsruhe einen Zuschussantrag beim Wirtschaftsministerium des Landes zu stellen und um fachliche Hilfe bei den Denkmalbehörden in den Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart nachzusuchen. Die Kosten für das zweibändige Werk, das alle Boden-, Bau- und Kunstdenkmale erfassen soll, liegen bei 327 000 Euro. Das Wirtschaftsministerium macht verpflichtende Vorgaben zur Entstehung von Topografien, unterstützt aber solche Projekte derzeit nicht mehr. Im Rahmen des Stadtgeburtstages ist aber ein Zuschuss möglich.

Angela Geiger (SPD), deren Fraktion im Juli 2009 eine Topografie beantragt hatte, freute sich, nun zu wissen "welche Kosten, auf acht Jahre verteilt auf uns zukommen". Alteingesessene wie Neubürger könnten sich dank eines solchen Werks besser mit der Stadt identifizieren. Sie regte an, Banken oder Unternehmen als Sponsoren zu gewinnen, um so auch leichter an Geld von Land und Bund zu gelangen. Für den Stadtgeburtstag wäre die Topografie eines der wenigen nachhaltigen Geschenke. Da die Daten nicht verloren gingen und Stadt wie Land klamm seien, habe dieses wirklich gute Projekt jetzt keine vorrangige Priorität, legte Tilmann Pfannkuch die Position der CDU dar, unterstützt von Rita Fromm (FDP). Letztere brachte zur Finanzierung wieder die bereits angeregte Bürgerstiftung ins Spiel. Für die Grünen kam das Ja von Anne Segor. Das Werk könne auch bei Besitzern von alltäglicheren Denkmalen zu sensibleren Umgang mit ihrem Eigentum führen. Dr. Eberhard Fischer (KAL) war ebenfalls dafür und sah zunächst keine Kosten für die Stadt.




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