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Wasserreinigung: Umfangreiche Investitionen notwendig

Abwasser ist günstig

(fis) Großes Lob für den Zustand der Stadtentwässerung äußerten die Mitglieder des Bauausschusses, der vor kurzem unter der Leitung von Bürgermeister Michael Obert im Klärwerk tagte. Besonders erfreut zeigte man sich darüber, dass die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger vergleichsweise niedrige Abwassergebühren zu zahlen haben. Mit 1,20 Euro Cent pro Kubikmeter verbrauchtem Frischwasser liegt die Abwassergebühr derzeit bei etwa der Hälfte der durchschnittlichen Gebühr anderer deutscher Großstädte.

Dabei gibt es bei dem über 1.100 Kilometer langen Kanalnetz keinen Sanierungsstau. Weil Sanierungsmaßnahmen kontinuierlich durchgeführt wurden und werden ist es "gut in Schuss". Da aber etwa ein Drittel des Netzes zwischen 50 und 60 Jahren alt ist, besteht hier auch in Zukunft ein unverändert kontinuierlicher Sanierungsbedarf. Zwischen fünf und sieben Kilometer werden derzeit jährlich erneuert.

Das engmaschige und weit verzweigte Netz mündet an bestimmten Knotenpunkten in die so genannten Sammler. Dieses Sammlernetz umfasst rund 75 Kilometer. Bereits seit dem Jahr 2000 läuft hier ein Ausbauprogramm um die Leistungsfähigkeit, Entsorgungs- und Betriebssicherheit nachhaltig zu verbessern.

Laufende Verbesserungen gab es in den letzten Jahren auch im Klärwerk. Zug um Zug wurde das Klärwerk von einer rein mechanischen Reinigungsstufe über eine biologische Reinigungsstufe bis hin zur weitergehenden Nährstoffelimination (Stickstoff, Phosphor) ausgebaut und an die steigenden Umweltanforderungen angepasst.

Aktuell werden jährlich 35 Millionen Kubikmeter Abwasser aus dem Stadtgebiet Karlsruhe sowie den Umlandgemeinden Ettlingen, Malsch, Rheinstetten-Forchheim sowie dem Abwasserverband Beierbach gereinigt. Derzeit wird mit einem Kostenaufwand von rund 20 Millionen Euro die gesamte mechanische Stufe erneuert, danach sind die Sanierung der 20 Jahre alten Klärschlammverbrennungslinie 2 sowie die Modernisierung der Automatisierungs- und Prozessleittechnik vorgesehen.

Zur grundlegenden Substanzerhaltung im Klärwerk müsse in den nächsten Jahren einiges investiert werden, erläuterte der Leiter der Stadtentwässerung, Martin Kissel. Außerdem sei ein zukunftsgerichteter Ausbau wegen des Umwelt- und Gewässerschutzes erforderlich.

Eine weitere Verbesserung der Ablaufwerte werde auch von der Aufsichtsbehörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, gefordert. Dazu gehöre insbesondere der Bau einer weiteren Filterstufe mit vorgeschalteter Adsorption, die nicht nur zu einem deutlichen Rückgang der gesamten Restverschmutzung führe, sondern ebenso Spurenstoffe, wie Arzneimittelrückstände und Phosphor, nahezu vollständig aussondere.




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