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Kultur: Eine "Konditorei" in der Kultur-Oase Schalterhalle

Sparkasse Karlsruhe hat zum 33. Mal einen Kunstpreis vergeben

(Lä) Andreas Orosz hat für sein Acrylbild "Konditorei" als erster Preisträger 5000 Euro des mit 10 000 Euro dotierten Kunstpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe erhalten. Mit dem am Mittwochabend von Oberbürgermeister Heinz Fenrich überreichten 33. Kunstpreis wurde ein Künstler geehrt, der seit 30 Jahren als gegenständlicher Maler in Wiesbaden lebt. Seine Malerei bezeichnet der Hesse als "antikonzeptionell". Sie baue auf den inspirativen Moment, der im Prozess des Malens rekonstruiert werden soll. Orosz kritisiert, dass sich die Kunst immer mehr den Neuen Medien anbiedere. Seine letzten Akademie Rundgänge seien bestimmt gewesen von einem akustischen Phänomen - vom Summen der Beamer und Projektoren. Gemälde hingegen hielten still und seien still. Der Betrachter entscheide, wie lange er sie anschaut. Wie traurig, meint Andreas Orosz, wenn es auch in Museen immer mehr surrt und flimmert.

Den 2. Preis (3000 Euro) nahm die in Heidelberg geborene und in Offenbach lebende Anne Janoschka mit nach Hause. "Russisches Interieur" heißt ihre Acryl-Arbeit. Fast 500 Künstler, darunter 75 aus Karlsruhe und 18 aus dem Ausland, hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt: Keine leichte Aufgabe für die Jury, die das eingereichte Kunstrepertoire dem diesjährigen Leitmotiv "Oase als Phänomen" zuordnen musste. Die Juroren entschlossen sich, den 3. Preis zu teilen. Für ihre Mischtechnik auf Textil erhielten die in Stuttgart lebende Amerikanerin Erica Hankins sowie Karen Koschnick aus Radebeul für das Siebdruck-Unikat "Meer I" je 1000 Euro.

Wie unterschiedlich die Vorstellungen von Künstlern zum Thema "Oase" sind, zeigt eine Werkauswahl aus allen Arbeiten im Kundenzentrum am Europaplatz, die noch bis zum 14. April zu sehen ist. Klassische Oase-Motive und Bilder als innerer Diskurs mit Seelenlandschaften hängen neben kritischen Positionen, die Fragen zu Umwelt und Gesellschaft ins Blickfeld rücken. Die Kunstpreis-Jury hatte das Motto für die erste Ausstellung im neuen Kundenzentrum der Sparkasse ausgewählt - als eine "Hommage an die neuen Räume" stellte Sparkassendirektor Michael Huber in seiner Ansprache fest. Das Leitbild einer Oase sei in der Architektur und in der Innenausstattung der neuen Schalterhalle aufgenommen und verarbeitet worden. Huber: "Bezüge zur Kultur einer Oase sollen sich hier im nüchternen Alltag wieder finden."

Oberbürgermeister Heinz Fenrich nannte den Wettbewerb der Sparkasse einen "hervorragenden und wichtigen Beitrag" zur Künstlerförderung. In der Zeit einer andauernden Finanzkrise sei diese Initiative keine Selbstverständlichkeit. Der Kunstpreis sei ein Beispiel, dem zahlreiche Unternehmen und Finanzinstitute gefolgt seien.




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