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Schulen: Werkrealschulen ersetzen Hauptschulen

Neuordnung unter Dach und Fach / "Ärmel hochkrempeln"

(Lä) Die geplante Neuordnung der Hauptschulen in der Fächerstadt ist jetzt unter Dach und Fach. Von 26 Hauptschulen werden elf Schulen zum Schuljahr 2010/2011 Werkrealschulen. "Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat alle Anträge genehmigt", erklärte Bürgermeister Martin Lenz am Montag, 1. Februar, den Medien im Rathaus. Als Werkrealschule unterrichten künftig die Adam-Remmele-Schule, Anne-Frank-Schule, Eichendorffschule, Ernst-Reuter-Schule, Pestalozzischule und die Gutenbergschule.

Mit Außenstellen kooperieren außerdem die Nordschule Neureut mit der Südschule Neureut, die Oberwaldschule (Durlach-Aue) mit der Heinz-Barth-Schule in Wettersbach, die Schillerschule (Oststadt) mit der Uhlandschule in der Südstadt, die Südendschule (Südweststadt) mit der Leopoldschule in der Innenstadt West sowie die Werner-von-Siemens-Schule (Nordweststadt) mit der Marylandschule in der Nordstadt.

Keine Änderungen gibt es in Mühlburg bei der Drais-Hauptschule. Dort soll zunächst das Resultat eines Kooperationsversuches abgewartet werden. Für alle jetzigen Schüler der Klassen 8 und 9 gilt: Sie bleiben bis zur Abschlussprüfung an ihren derzeitigen Schulen.

Nach der vom Landtag Baden-Württemberg beschlossenen Reform gehe es laut BM Lenz nun darum, "die Ärmel hochzukrempeln", um aus dem Vorhaben des Landes das Beste zumachen.

Grund für die Schulform ist ein Rückgang von Hauptschülern um rund 30 Prozent. Es mache keinen Sinn, das Für und Wider der Stuttgarter Entscheidung zu debattieren. Die Landesregierung besitze die Kultushoheit, erklärte Lenz. Man müsse jetzt Transparenz, Sozialverträglichkeit und größtmögliche Beteiligung der Betroffenen erreichen.

Mit der Genehmigung durch das Regierungspräsidium sei in Karlsruhe eine flächendeckende Versorgung erreicht. Für ein Vorgehen mit dem Leitmotiv "Augen auf, und das Beste für die Schülerinnen und Schüler", sprach sich auch Schulamtsdirektorin Elisabeth Groß aus.

Der Chef des Schul- und Sportamts der Stadt, Wolfgang Vetter, kündigte für das Schuljahr 2012/2013 erste Abschlussprüfungen an. Zurzeit stünden den Werkrealschulen allerdings nur fünf Berufsfachschulen zur Seite.

Es sei noch einiges zu tun, um eine funktionierende Schnittstelle für ein bestmögliches Angebot für Karlsruhes Schüler sicher zu stellen (in Klasse 10 kooperieren die Werkrealschulen mit einer beruflichen Schule).

Eltern können ab sofort frei wählen, in welcher Werkrealschule sie ihr Kind zur Einschulung in die Klasse zum 5. Schuljahr 2010/2011 anmelden. Ist die Schule mehr als zwei Kilometer vom Wohnort entfernt, gibt es mit der "ScoolCard" einen Zuschuss für Bus- und Bahnfahrten. Für den 24. Februar hat das Staatliche Schulamt Eltern zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Weitere Informationen zum Thema unter http://www.karlsruhe.de




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