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BW-Bank-Meeting: Paket voller Bestleistungen

Ariane Friedrich ein Highlight

(voko) Es war mucksmäuschenstill in der Karlsruher Europahalle. Fast hätte man eine Stecknadel fallen hören können, als Ariane Friedrich beim BW-Bank-Meeting zu ihrem 2-Meter-Sprung ansetzte. Und aus der Stille brandete urplötzlich der tosende Applaus von rund 4.500 Menschen auf - als die gertenschlanke Blondine mit dem Tiger-Tattoo über die Latte schwebte.

Bereits 25 Mal hat die Hallen-Europameisterin die zwei Meter bezwungen, aber wohl noch nie unter solchen Schmerzen. Immer wieder sah man die 26-Jährige während des Wettbewerbs mit verkrampften Gesichtszügen auf und ab gehen.

Ein großes Kompliment hatte Meeting-Direktor Alain Blondel für die Athletin parat. "Ihr Auftritt war sicherlich eines der Highlights. Dass sie trotz riesiger Rückenprobleme über die zwei Meter gesprungen ist, ist aller Ehren wert".

Statt einen Interview-Marathon nach dem Wettbewerb zu durchlaufen, zog sich die 1,78 Meter große Nordhausenerin sofort in die Physio-Abteilung zurück und ließ noch einmal verlauten. "Mein Rücken tut so furchtbar weh. Es ist fast ein Wunder, dass ich damit zwei Meter springen konnte."

Dass die sympathische Athletin mit dieser Höhe den Wettbewerb beendete, dafür hatte das Publikum vollstes Verständnis. Denn noch einmal brandete riesiger Applaus auf, als sich die frisch gebackene Polizei-Kommissarin, die ihre Konkurrenz deutlich auf die Plätze verwies (Viktoriya Klyugina, 1,92 Meter), mit einer Verneigung in alle Himmelsrichtungen von den Zuschauern verabschiedete.

Natürlich ließ sich das BW-Bank-Hallenmeeting nicht nur auf Ariane Friedrich reduzieren. Insgesamt sieben Weltjahresbestleistungen der noch jungen Leichtathletik-Saison konnten die Zuschauer in der Europahalle miterleben.

Bei den Frauen über 60m Hürden siegte die Amerikanerin Lolo Jones in 7,90 Sekunden. Mit starken 7:43,44 Minuten über 3.000 Meter Hindernis überzeugte Saif Saeed Shaheen. In 7,09 Sekunden im Vorlauf ersprintete LaVerne Jones-Ferrett die Weltjahresbestzeit. Im 800-m-Lauf gewann der Russe Juri Borsakowski in 1:45,94 Minuten. Meeting-Rekord erzielte über 3.000 Meter der Frauen die Kenianerin Sylvia Kibet. Und im Stabhochsprung hatte am Ende der Franzose Romain Mesnil mit überschaubaren 5,61m die Nase vorn.

Jubeln durfte auch die Frauenstaffel der LG Karlsruhe. Die 4 x 200-Meter-Staffel packte vor heimischer Kulisse die Norm für die Deutsche Hallen-Meisterschaft. Und noch wichtiger: Die Besucher spendeten rund 5.000 Euro für die Hahiti-Hilfe der Unicef-Stadt Karlsruhe. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen freute sich mit Klaus Hoffmann und Britta Wirtz (KMK) sowie Meeting-Direktor Blondel über die Spendenbereitschaft der Leichtathletik-Fans.




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