Learntec: Internationale E-Learning-Branche traf sichTrends in der technologiegestützen Weiterbildung / mobil lernen mit Twitter (res) "Bildung verbindet" - unter diesem Motto fand vom 2. bis 4. Februar in der Messe Karlsruhe die 18. Learntec statt. Auf der internationalen Leitmesse für professionelle Bildung, Lernen und IT präsentierten 160 Anbieter aus zehn Ländern ihre Lösungen und Produkte für betriebliche Weiterbildung, E-Learning und Wissensmanagement. Parallel dazu beschäftigte sich der Learntec-Kongress mit den Trends des technologiegestützten Lernens. Dazu zählt etwa Blended Learning, d.h. Mitarbeiter frischen ihr in Präsenzveranstaltungen erworbenes Wissen mit digitalen Lerneinheiten auf. Daneben setzen Personalverantwortliche aber auch zunehmend auf Lernspiele und sogar das Internet-Tagebuch Twitter mit seinen 140-Zeichen-Beiträgen ist als Lehr- und Lernwerkzeug in der Diskussion. Für Dr. Joachim Niemeier, Honorarprofessor an der Universität Stuttgart, kann Twitter beispielsweise ein Netzwerk für die Recherche zu wichtigen Themen eines Unternehmens sein, aber auch die Möglichkeit bieten, Experten direkt Fragen zu stellen oder Stellungnahmen einzuholen. Dies sei zentral für das Verstehen von Lerninhalten. Und wenn Twitter als Microblog hinter der Firewall eingesetzt werde, könnte sogar eine Art Unternehmensgedächtnis entstehen. Weitere Trends im Bereich E-Learning machten auf der Pressekonferenz am Dienstag, 2. Februar, Sünne Eichler und Dr. Peter A. Henning aus. Die Inhaberin eines Beratungs-Unternehmens für Bildungsmanagement und der Professor für Informatik an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, die ab sofort Prof. Dr. Uwe Beck und Prof. Dr. Winfried Sommer an der Spitze des Learntec-Kongresskomitees ablösen, gehen beispielsweise davon aus, dass Lernen über mobile Endgeräte stark im Kommen ist, dass E-Learning-Anwendungen nutzerfreundlicher werden und dass es Lernplattformen und Anwendungen geben wird, die bei Bedarf gemietet werden. Für OB Heinz Fenrich war klar, dass "nur Firmen und Einrichtungen, die auf lebenslanges Lernen setzen, aus turbulenten wirtschaftlichen Zeiten gestärkt hervor gehen." Dass die Learntec genau für diese Art von Lernen seit Jahren Lösungen biete, mache sie zum Erfolgsmodell. Er hatte zusammen mit Marnix Krop, dem Botschafter des Königreichs der Niederlande als diesjährigem Partnerland der Learntec, die Besucher der Eröffnungsveranstaltung in der Messe begrüßt, auf der auch Wissenschaftsminister Peter Frankenberg hervorhob, "dass die neuen Medien das lebenslange Lernen erleichtern." Für eine "sensible Hinführung zum verantwortlichen Umgang mit den neuen Medien" plädierte Bürgermeister Martin Lenz, der am Dienstag den Stand des Schul- und Sportamts auf der Learntec besuchte. Mit ihrem Stadtmedienzentrum, das dort vorgestellt wurde, biete die Stadt Karlsruhe eine Einrichtung, die den Einsatz von Medien im Bildungsbereich auf vielfältige Weise unterstützt. Das Stadtmedienzentrum, das dem Landesmedienzentrum in der Moltkestraße angegliedert ist, verfügt über rund 19.000 DVDs, Hörbücher, CD-ROMs etc. für alle Schulfächer sowie für die Kinder- und Jugendarbeit. Für öffentliche Schulen, Einrichtungen und anerkannte Träger der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie gemeinnützige Vereine ist die Ausleihe kostenlos. Auch Erste Bürgermeisterin Margret Mergen ließ sich einen Besuch auf der Leitmesse Learntec nicht entgehen. Sie machte auf der Pressekonferenz deutlich, dass der Gewinn des Spitzencluster-Wettbewerbs "auch dem Messestandort Karlsruhe gut tut und die hier ansässigen IT-Veranstaltungen stärkt." Der Zuschlag durch die Bundesregierung sei eine Bestätigung der herausragenden Stellung der IT-Region rund um Karlsruhe.
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