Haiti-Hilfe: 20.000 Euro für Kinder erschwommenDer Funke sprang schnell über
(maf) Es sind die kleinen Ideen, die große Wirkung entfalten können. Als Monika Brutscher von der Karlsruher Bädergesellschaft am 12. Januar die Bilder der Erdbeben-Katastrophe auf Haiti sah, überlegte sie, wie man verzweifelten und traumatisierten Menschen dort rasch und effektiv helfen könnte. Ihren Chef, Geschäftsführer Oliver Sternagel, hatte sie schnell begeistert - so kam es zur Aktion "Schwimmen für Haiti", die insgesamt 20.000 Euro erbrachte. Vom Eintritt der 4.244 Badegäste, die am 23. Januar in das Europabad, das Fächerbad, das Hallenbad Grötzingen, das Vierordtbad oder das Durlacher Weiherhofbad kamen, wurde ein Euro für die Erdbebenopfer abgezwackt. Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte aller Bäder spendeten zudem in den extra aufgestellten Sammelboxen rund 900 Euro und der Freundeskreis des Sonnenbades um ihre rührige Vorsitzende Renate Breh engagierte sich mit 4.600 Euro. Auch die Sparda Bank Karlsruhe machte mit und verdoppelte die Gesamtsumme. Nach den Worten ihres Marketingleiters und Prokuristen Günther Przyklenk, sei man "von der kleinen, aber kraftvollen Idee" angetan gewesen. Sie passe zu dem, was die Bank in ihrem sozialen und kulturellen Engagement gerne unterstütze - Herzenssachen. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen nahm den Scheck kürzlich entgegen und wird ihn an Unicef und den auf der Karibikinsel seit Jahren tätigen Karlsruher Verein "Unsere kleinen Brüder und Schwestern" weiterleiten. Zwar will Karlsruhe als frischgebackene Unicef-Kinderstadt 2010 vor allem Hilfeprojekte im afrikanischen Burundi und in Niger unterstützen, aber die ersten Gelder fließen bekanntermaßen nach Haiti, um die Folgen der verheerenden Naturkatastrophe zu lindern. Gutes tun sei nicht schwer und müsse nicht aufwändig sein, ermunterte Margret Mergen potentielle Nachahmer zum Mittun, denn eine pfiffige Aktion genüge "und der Funke springt über." Stolz war auch Oliver Sternagel auf das beeindruckende "Highspeed-Fundraising", also die schnelle Akquise von Geldern für einen guten Zweck. Er hoffte, mit dem Beispiel Schule zu machen und "andere anzustacheln."
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