Geschichte: Vor 100 Jahren kam Daxlanden zu Karlsruhe
Karlsruhe konnte auf ein Ende der Prozesse hoffen, die Daxlanden im Rahmen der Zwangsenteignung von Gemeindegrundstücken anlässlich des Hafenbaus angestrengt hatte und die Stadt sicherte sich Gelände, das für einen weiteren Ausbau des Hafens notwendig war. Daxlanden hingegen konnte seine Volksschule ausbauen, außerdem wurde der Gemeinde im Eingemeindungsvertrag Anschluss an die städtische Gasversorgung und an das Straßenbahnnetz zugesichert. Die Gasversorgung wurde bis 1912 hergestellt, parallel mit dem Anschluss an das städtische Wassernetz. Dies ging sogar über den Vertrag hinaus. Probleme machte aber der Straßenbahnanschluss. Mit ihrem Recht, hier eine Lokalbahn zu betreiben, blockierte die private Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft die geplante städtische Straßenbahn. Außerdem verzögerte sich die Einrichtung der Lokalbahn über Jahre. Eine reguläre Straßenbahnlinie konnte erst 1928 eröffnet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt waren Nutzungsrechte der Bürger an Gemeindegrundbesitz und Holz, der Bürgernutzen. Die Stadt konnte durchsetzen, dass sie das weiter bestehende Nutzungsrecht jederzeit in eine Geldrente umwandeln konnte, falls sie Grundstücke benötigte. Doch erst 1972 waren alle Nutzungsrechte in Geldrenten umgewandelt.
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Stadt Karlsruhe 2010 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro