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"KIT im Rathaus": Immer intelligentere Geräte

Kommunikation und Computertechnologie verändern die Welt

(fis) Ob im Haushalt, auf der Straße, in der Energieversorgung oder der Geschäftswelt, der Einsatz von Computertechnologien schreitet sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich immer weiter voran. Dabei spielt die Kommunikation zwischen den Netzwerken eine entscheidende Rolle. In der Reihe "KIT im Rathaus" stellte sich am Montagabend der Schwerpunkt COMMputation vor, in dem sich die interdisziplinäre Forschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit der untrennbaren Verknüpfung von Kommunikations- und Berechnungsaufgaben in komplexen technischen Systemen beschäftigt.

"Mit dem KIT hat der Ruf von Forschung und Lehre in unserer Stadt europa- und weltweit einen neuen Klang bekommen. Vor allem die starke Informationstechnologie ist ein wichtiges Standbein unserer Wirtschaft", betonte OB Heinz Fenrich bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste im Bürgersaal. "So wie Ludwigshafen mit der Chemie-Industrie und Stuttgart mit der Automobil-Industrie assoziiert wird", sah Fenrich für Karlsruhe eine Entwicklung "zu einem Standort, der für herausragende Informationstechnologie steht". Und auch Professor Dr. Norbert Henze vom KIT-Vorstand erkannte nach der Institutsgründung bereits deutliche Spuren des Wandels in Karlsruhe: "Die neue Forschungsstruktur, die Kompetenzen zusammenbringt, schafft Raum für neue Ideen".

"Von zentraler Bedeutung für die COMMputation-Forschung ist ein technologischer Fortschritt, der die Welt verändert: Der Mensch ist umgeben von einer wachsenden Zahl intelligenter Geräte, die Objekte befähigen zu interagieren, ihr Umfeld wahrzunehmen und sich ständig auf neue Anforderungen einzustellen", gab Professor Dr. Hartmut Schmeck, Wissenschaftlicher Sprecher von COMMputation, eine Vorstellung davon, wie etwa intelligente Häuser, Autos oder intelligente Marktplätze entwickelt werden.

"Ein schöne Erfindung, aber sie wird zu nichts nützen", soll Heinrich Hertz gesagt haben, nachdem er 1886 in Karlsruhe die Existenz elektromagnetischer Wellen nachgewiesen hatte. Dass dem nicht so ist, machte Prof. Dr. Friedrich Jondral deutlich, der über die Entwicklung der Funk- und Sensorsysteme referierte. Und wer glaubte, mit seinem Navigationssystem im Auto schnell Reisewege ausfindig zu machen können, den belehrte Prof. Dr. Dorothea Wagner mit der Vorstellung des neuen Sharc-Routings eines besseren: Es ist allein bei der zeitabhängigen Routenplanung dreitausend Mal schneller. Prof. Dr. Stefan Tai gab zum Abschluss Einblicke in das "Cloud-Computing", bei dem übers Internet auf weltweit verteilte Computerleistung und Programme zugegriffen werden kann. Besonders interessant für Firmen, die günstig und flexibel den Betrieb der Rechenzentren auslagern können.




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